Ackermann sagt seine Teilnahme am Treff im Schauspielhaus ab

So hätte es sein können: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, und der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) sollten im Bochumer Schauspielhaus eine Lesung machen. Doch Ackermann sagte am Freitag seine Teilnahme ab.  WAZ FotoPool , dapd Montage: Udo Kreikenbohm
So hätte es sein können: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Josef Ackermann, und der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) sollten im Bochumer Schauspielhaus eine Lesung machen. Doch Ackermann sagte am Freitag seine Teilnahme ab. WAZ FotoPool , dapd Montage: Udo Kreikenbohm
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Nach der heftigen Kritik an seiner Person hat Josef Ackermann seine Teilnahme an einer Veranstaltung über internationale Finanzmärkte im Bochumer Schauspielhaus abgesagt. Ackermann mache "kein Theater", sagte ein Sprecher der Deutschen Bank.

Bochum.. Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, hat seinen Auftritt im Bochumer Schauspielhaus abgesagt. „Uns geht es um ernsthafte Diskussion. Wir machen kein Theater“, begründete ein Sprecher der Deutschen Bank am Freitag die Absage von Ackermann in Anspielung auf Äußerungen der letzten Tage.

Ackermann hatte sich zuvor bereit erklärt, auf Einladung von Sascha Hellens Projekt “Herausforderung Zukunft“ am 21. September im großen Haus des Schauspielhauses über die Zukunft der globalen Finanzmärkte zu referieren. Edmund Stoiber, der ehemalige Ministerpräsident von Bayern, sollte ebenfalls bei dieser Veranstaltung sprechen.

Ehemaliger Intendant wetter gegen Ackermann

Dagegen hatte Frank-Patrick Steckel, ehemaliger Intendant des Bochumer Schauspielhauses, in einem Offenen Brief an die Bochumer Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz protestiert. Darin wetterte er, Ackermann, den er als „stockreaktionäre hochverderbliche Person“ bezeichnete, hätte er als Intendant nie auf die Bochumer Bühne gelassen, auch nicht den „ebenfalls mehr als zweifelhaften Herrn Stoiber“.

Steckel hatte auch das Bochumer Ensemble angeschrieben und es aufgefordert, „mit einem klaren Votum gegen diesen Auftritt zu protestieren“. Daraufhin waren erste Überlegungen zu Protestaktionen angestellt worden, etwa durch ein „Volkstheater“ vor dem Schauspielhaus am selben Abend der Veranstaltung.

 
 

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