Abriss der alten RUB-Gebäude läuft schneller als geplant

Die Gebäude IA und IB der Ingenieurwissenschaften an der Ruhr Universität Bochum sind abgetragen.
Die Gebäude IA und IB der Ingenieurwissenschaften an der Ruhr Universität Bochum sind abgetragen.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Von den alten ingenieurwissenschaftlichen Gebäuden IA und IB blieb nichts mehr übrig. Ende Juli kann mit dem Neuaufbau begonnen werden.

Bochum. Am Montagabend wurde der Entwicklungspsychologe Prof. Dr. Axel Schölmerich zum neuen Rektor der Ruhr-Universität Bochum gewählt und wird damit ab dem 1. Oktober Prof. Dr. Elmar Weiler ablösen. Einen Generationenwechsel wollte der scheidende Rektor herbeiführen und kündigte deshalb in seiner dritten Amtszeit seinen frühzeitigen Rücktritt an. Ein Generationenwechsel wird derzeit auch auf dem Campus vollzogen.

Die beiden ältesten Gebäude IA und IB machen Platz für zwei Neubauten. Die Kosten werden sich im dreistelligen Millionen-Bereich beziffern. Derzeit läuft alles nach Plan, stellt Gebäude-Dezernentin Ina Schwarz fest und auch BLB-Projektleiter Gunnar Hertzfeldt ist zufrieden: „Der Abbruch lief erstaunlicherweise gut.“

Bei Vertragsschluss mit Hochtief habe man den 4. September als Endpunkt des Abrisses festgehalten, „jetzt sieht es so aus, als ob wir Ende des Monats fertig werden.“ Anders als beim bereits sanierten IC-Gebäude stand der Erhalt der 50 Jahre alten Gebäude nicht zur Wahl. Die PCB-Kontamination war zu hoch, Schadstoffe drangen zu tief in den Beton.

„Keine größeren Beschwerden“

Im Vorfeld des geplanten Abrisses und Neubaus waren nicht alle Parteien optimistisch. Bürger machten die Schadstoffe, der Lärm und der eingeschränkte Verkehr Sorge, den Nutzern die Auswirkungen auf den Lehrbetrieb. „Für eine derartige Baumaßnahme haben wir keine größeren Beschwerden“, zieht Schwarz Bilanz. Der Abriss sei „sehr koordiniert und reibungsarm“ verlaufen Das Monitoring, das Sammeln von Messdaten, die einmal im Monat abgehaltenen Treffen hätten sich laut Schwarz und Hertzfeldt bezahlt gemacht. „Unser Konzept ist aufgegangen. Der Betrieb hat nicht leiden müssen“, erklärt der Projektleiter.

Annähernd 66.000 Tonnen Bau-Schutt, technische Geräte und Isolierungen mussten abtransportiert werden. Vor allem aber die bestehenden Verbindungen zu den Stützen des IC-Gebäudes machten Schwierigkeiten, blickt Hertzfeldt zurück. Mit Beginn der Neubauten werde man die Stützen durchgehend trennen. Eventuell gibt es eine einmonatige Pause zur Bereinigung des Grundstücks. Die neuen Gebäude werden sich nicht mehr durch den Beton-Look, für den die Ruhr-Uni oft verspottet wurde, auszeichnen.

Offizielle Angaben über die Kosten gibt es derzeit nicht, sagt Ina Schwarz: „Es wird ein dreistelliger Millionen-Betrag sein. Aber mit einer eins vorne. Man darf nicht vergessen: Die Bauzeit ist sehr kurz, die Gebäude sind sehr groß.“

 
 

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