A40 wurde wegen Brückenbauten voll gesperrt

Dieser Überwurf wird die Autos künftig vom Donezk-Ring auf die A40 Richtung Essen führen. Foto: Ingo Otto
Dieser Überwurf wird die Autos künftig vom Donezk-Ring auf die A40 Richtung Essen führen. Foto: Ingo Otto
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool

Bochum.. Am Wochenende war die Hauptschlagader des Ruhrgebiets an einer Stelle in Bochum komplett abgeschnürt - wegen einer Operation für die Zukunft.

Zwischen den Anschlussstellen Stahlhausen und Wattenscheid-West wurden nach Angaben von „Straßen.NRW“ neue Brückenteile montiert. Deshalb wurden beide Fahrtrichtungen ab vergangenen Samstagabend voll gesperrt.

Für diejenigen Autofahrer, die keine Ausweichmöglichkeit kannten, war es zum Beispiel am Sonntagvormittag wie an einem normalem Werktag: Stau. Man hatte Zeit, sich in Ruhe die Schriftzüge von Zukurzgekommenen anzuschauen, die „Hass“ an die Schallwand gekritzelt hatten oder pubertäre Beschimpfungen gegen Polizisten. Geradeaus sah man dann aber die Brückenrohbauten des künftigen „Westkreuzes“, dem Herzstück der „Bochumer Lösung“. „Straßen.NRW“ hat am Wochenende mehrere Traggerüste für diese neuen Brückenüberbauten am Westkreuz aufgebaut.

Ende 2012 soll das Westkreuz fertig sein

Direkt über der A40 ragt jetzt schon ein mehrere 100 Meter langer geschwungener Überwurf, der den jetzigen Donezk-Ring mit der Autobahn in Richtung Essen verbinden wird. Im Fortlauf sind bereits gewaltige Betonpfeiler für weitere Brückenteile in den Boden gestampft. Das Westkreuz wird ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in der Herzkammer des Ruhrgebiets werden. Ende 2012 sollen dort die ersten Autos fahren. 60 Millionen Euro soll das Straßen- und Brückengeflecht kosten.

Ein paar hundert Meter hinter Stahlhausen, an der Walzwerkstraße, wurde laut Straßen.NRW an diesem Wochenende ebenfalls direkt über der A40 gebaut: Es mussten Brückenfertigteile aufgelegt werden.

„Vielen Dank für
Ihr Verständnis“

Wer aus Bochum kam, wurde - nach einer Zeit im Stau - mit einem roten Punkt innerorts Richtung Hansastraße umgeleitet. Ortskundige verkürzten den Stau und nahmen eine Abkürzung über das Tankstellengelände dort.

Wenn der umgeleitete Autofahrer wieder auf die A40 auffahren konnte, wurde er mit einem freundlichen Gruß empfangen: „Vielen Dank für Ihr Verständnis“, stand auf einem Schild.

Nach Ansicht von Straßen.NRW war die Sperrung am letzten Ferienwochenende „vertretbar“. Denn die A40 an dieser Stelle werde vor allem von Pendlern und weniger von Urlaubsreisenden genutzt.

Die beidseitige Vollsperrung ist bis zum Montag (30. August) um 5 Uhr früh geplant.

 
 

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