A 40 kurzfristig gesperrt - Weltkriegsbombe ist entschärft

Tanya Beimel vom Kampfmittelräumdienst und die entschärfte Fünf-Zentner-Bombe aus Bochum.
Tanya Beimel vom Kampfmittelräumdienst und die entschärfte Fünf-Zentner-Bombe aus Bochum.
Foto: Ingo Otto
Eine Fünf-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Freitag in Bochum erfolgreich entschärft worden. 1000 Anwohner rund um den Fundort waren im Vorfeld evakuiert worden. Um die Mittagszeit musste die Autobahn A 40 zwischen Bochum-Hamme und -Stadion kurzfristig voll gesperrt werden.

Bochum. Eine an der Hofsteder Straße in Bochum entdeckte amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist von Tanya Beimel vom Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung erfolgreich entschärft worden. Eine halbe Stunde benötigte die Sprengmeisterin, um den Blindgänger unschädlich zu machen. Um 13 Uhr war es soweit. „Eine Bilderbuch-Entschärfung“, strahlte Beimel nach getaner Arbeit.

Für die Dauer der Entschärfung war auch die Autobahn A 40, die im Radius von 250 Metern rund um den Fundort der Bombe verläuft, zwischen den Anschlussstellen Bochum-Hamme und Bochum-Stadion in beiden Richtungen kurzfristig ab 12.30 Uhr, neun Minuten nach Abschluss aller Evakuierungsmaßnahmen, voll gesperrt gesperrt worden. Unmittelbar danach bildeten sich etwa auf der Dorstener und der Herner Straße aus Richtung Innenstadt schnell lange Staus. Offenbar hatte die angekündigte Entschärfung immer noch viele Autofahrer überrascht. Die A 40 ist inzwischen wieder frei.

Blindgänger auf Kindergarten-Baustelle entdeckt

Rund 1000 Anwohner mussten in der nördlichen Innenstadt im Vorfeld evakuiert werden. Die Maßnahmen hatten wie geplant gegen 10 Uhr am Vormittag begonnen. Die Entschärfung der Bombe, die bei Sondierungsbohrungen auf einer Kindergarten-Baustelle entdeckt worden war, war zunächst noch am Donnerstag geplant gewesen, dann allerdings unter anderem wegen des Berufsverkehrs und des am Abend angesetzten Spiels zwischen dem VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf und eines auch daraus resultierenden möglichen Verkehrschaos' verschoben worden. Außerdem hätten zusätzliche Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes für die Betreuung der Evakuierten von weit her anreisen müssen - für die Stadt letztlich eine zu große logistische Herausforderung.

Radius rund um den Fundort von 500 auf 250 Meter verringert

Den Radius rund um den Fundort, innerhalb dessen evakuiert werden muss, hatte die Bezirksregierung am späten Donnerstag von 500 auf 250 Meter verringert. Deshalb fiel etwa die Herner Straße ebenso nicht mehr in den ursprünglichen Sperrgürtel wie eine Seniorenanlage mit betreutem Wohnen. Bei näherem Hinsehen hatte sich das Weltkriegsrelikt nicht als die zunächst vermutete Zehn-Zentner-Bombe, sondern "nur" als 250 Kilogramm schwer entpuppt. Versehen war sie mit einem normalen Aufschlagszünder, so dass sie Sprengmeisterin Tanya Beimel vor keine größeren Probleme stellte.

 
 

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