24-Stunden-Kita - Projekt in Bochum soll bald starten

Die 24-Stunden-Kita soll vor allem Eltern helfen, die im Schichtbetrieb arbeiten.
Die 24-Stunden-Kita soll vor allem Eltern helfen, die im Schichtbetrieb arbeiten.
Foto: dpa
Kita-Zweckverband startet eine 24-Stunden-Kita in Altenbochum. Bald haben Eltern dort die Möglichkeit, ihre Kinder über Nacht beaufsichtigen zu lassen.

Bochum.. Ärzte und Krankenschwestern, Schauspieler und Musiker, all jene, die abends und nachts arbeiten, werden erleichtert sein: Der Kindergarten Liebfrauen in Altenbochum wird seine Öffnungszeiten auf eine 24-Stunden-Betreuung ausweiten.

In dieser Woche wurden dem Zweckverband Katholischer Tageseinrichtungen im Bistum Essen als Träger die Fördergelder des Bundesprojekts „KitaPlus – Weil gute Betreuung keine Frage der Uhrzeit ist“, bewilligt. Damit stehen insgesamt 600 000 Euro für die kommenden drei Jahren zur Verfügung, um das Projekt „St. Maximus“ umzusetzen.

„Als katholischer Träger haben wir eine Verantwortung, auf veränderte Lebensrealitäten einzugehen und Eltern, die in besonderen Lebenssituationen sind, zu unterstützen“, so Mirja Wolfs, die stellvertretende Geschäftsführerin des Kita-Zweckverbandes. Und: „An dem Projekt haben wir mehrere Jahre gearbeitet und sind letztendlich immer an den finanziellen Hürden gescheitert. Mit den Bundesfördergeldern können wir nun endlich unser Vorhaben umsetzen."

Nicht länger, nur zu anderen Zeiten

Konkret sollen die Betreuungszeiten in der Kita Liebfrauen, die derzeit bei 7.30 bis 16.30 Uhr liegen, in einem ersten Schritt ausgeweitet und eine so genannte Randzeitenbetreuung angeboten werden. Die Kita ist dann, spätestens zum Start des neuen Kindergartenjahres im August, von 6 bis 20.30 Uhr geöffnet. In einem zweiten Schritt wird auch eine Übernachtbetreuung angeboten.

Dafür fehlt allerdings noch ein Anbau an das bestehende Gebäude, in dem die Schlafplätze und sanitäre Einrichtungen für Kinder und Betreuungspersonen untergebracht werden. Die Baugenehmigung dafür liegt noch nicht vor, „ist aber eine reine Formsache“, wie Mirja Wolfs sagt. „Wir rechnen mit einer Eröffnung des Anbaus und somit mit dem Angebot der Übernachtbetreuung im Verlauf der ersten Hälfte des neuen Kindergartenjahres.“

Dabei ist wichtig: Die Kinder bleiben insgesamt nicht länger, sondern nur zu anderen Zeiten. Für diese anderen Zeiten soll es eine besondere Art der Betreuung geben: Auf individuelle Bedürfnisse der Kinder, zum Beispiel spezielle Rituale, soll eingegangen werden. Sie sollen besondere Zuwendung und feste Bezugspersonen bekommen. Lichtinstallationen, zum Beispiel in Form eines Sternenhimmels, sollen für eine besondere Atmosphäre sorgen. Und für die Eltern werden ein Stehcafé im Eingangsbereich und Betreuungsgespräche angeboten, um Unsicherheiten abzubauen. Zehn Plätze stehen künftig für die Randzeiten- und fünf für die Übernachtbetreuung zur Verfügung.

 

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