Bochum

2.300 Meldungen über illegale Müllplätze in Bochum - diese Dinge werden dabei am häufigsten entsorgt

Illegale Müllentsorgung in Bochum.
Illegale Müllentsorgung in Bochum.
Foto: imago/biky

Bochum. Etwa 2.300 Meldungen über wilde Müllkippen gibt es in Bochum jährlich, wie Stadtsprecher Thomas Sprenger auf Anfrage von DER WESTEN mitteilt. Eine Last, die bei der Stadt mit jährlich etwa 2 Millionen Euro zu Buche schlägt.

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Sprenger erklärt: „Für die Stadt ist das natürlich ein sehr großes Ärgernis, da die Wertstoffhöfe umfangreich im Stadtgebiet verteilt sind und weitestgehend kostenlos den Müll entgegennehmen.“ Völlig unverständlich sei das - aber ein weitverbreitetes Phänomen auch in anderen Städten.

Dreieinhalb Mitarbeiter beschäftigen sich mit dieser Aufgabe

Bei der Stadtverwaltung sind mit dieser Aufgabe dreieinhalb Personen beschäftigt. Drei Mitarbeiter kontrollieren dabei im Außendienst die Lage, Menge und Art der Abfälle und ermitteln Hinweise auf mögliche Verursacher, wie Sprenger erklärt. Eine Mitarbeiterin „ist für die schriftliche Aufforderung zur Beseitigung, Anzeigen und weitere ordnungsbehördliche Maßnahmen im Innendienst als Halbtagsbeschäftigte aktiv.“

Beim Umweltservice Bochum kümmern sich im Auftrag des Amtes demnach dann weitere Mitarbeiterteams um die Beseitigung der wilden Kippen und turnusmäßig auch um die Reinigung der häufig verunreinigten Containerstandplätze für Wertstoffe.

Was wird am meisten weggeworfen und wo sind die Schwerpunkte?

Am meisten werden laut Stadt Bochum Hausmüll und Sperrmüll weggeworfen und saisonal auch Autoreifen. Besonders gefährdend für die Umwelt sind dabei Öl, Farben und Lacke.

Die Schwerpunkte illegaler Müllbeseitigung sind nicht einsehbare, dunkle und abseits gelegene Grundstücke. „Gern wird der Abfall auch einfach an den Containerstandplätzen für Altglas und Papier entsorgt“, erklärt Sprenger. Vermehrt würden illegale Abfallablagerungen „leider auch in Wohngegenden mit unterschiedlichen Nationalitäten“ stattfinden. „Hier besteht noch Aufklärungs- und Informationsbedarf“, so Sprenger.

 
 

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