145 neue Flüchtlinge im Bochumer Aufnahmelager

Andreas Rorowski
Die Unterstützung für die Flüchtlinge im Aufnahmelager in Linden ist ungebrochen. Auch die Neuankömmlinge werden wieder in der Kleiderkammer eingekleidet. Täglich arbeiten dort Ehrenamtliche, immer wieder gehen Spenden ein.
Die Unterstützung für die Flüchtlinge im Aufnahmelager in Linden ist ungebrochen. Auch die Neuankömmlinge werden wieder in der Kleiderkammer eingekleidet. Täglich arbeiten dort Ehrenamtliche, immer wieder gehen Spenden ein.
Foto: WAZ FotoPool
Die vor gut drei Wochen in einem überraschend eingerichteten Erstaufnahmelager eingezogenen 145 Flüchtlinge haben am Montag Bochum verlassen. Schon am Dienstag soll die frühere Förderschule aber erneut voll belegt werden. Die Betreuung dort ist mittlerweile neu organisiert.

Bochum. Nach einem gut dreiwöchigen Aufenthalt haben 145 Flüchtlinge das provisorische Erstaufnahmelager in der ehemaligen Förderschule an der Lewacker Straße in Linden am Montag wieder verlassen. Dem Vernehmen nach werden sie zunächst in Essen untergebracht.

Schon am Dienstag sollen nach Auskunft von Bezirksbürgermeister Marc Gräf 145 neue Flüchtlinge in das Gebäude einziehen. Dort hat es in den vergangenen Tagen Veränderungen bei der Betreuung gegeben.

Verpflegung und Sanitätsbetreuung

Nachdem das DRK bislang rund um die Uhr für die Verpflegung und Sanitätsbetreuung zuständig war, wurden die Aufgaben neu verteilt. „Das war so abgesprochen“, so Gräf. Die Verpflegung liefert nun das Josef-Krankenhaus Linden der Helios-Gruppe. Den Sanitätsdienst haben der Arbeiter-Samariter-Bund (ASD) und die Johanniter übernommen.

Der Bezirksbürgermeister spricht von einer „ungebrochenen Hilfs- und Spendenbereitschaft“ der Bochumer für die Flüchtlinge in dem Aufnahmelager. Insgesamt fällt sein Fazit nach den ersten Erfahrung mit dem Aufnahmelager positiv aus: „Das war schon für alle sehr anstrengend und für die Anwohner nicht einfach, weil wir mit dem Aufnahmelager überrumpelt wurden.“ Aber Bochum habe es geschafft, den Menschen drei Wochen Ruhe zu geben. Zwar habe es gestern wegen des Abschieds auch traurige Gesichter gegeben. Aber anders als beim Empfang vor gut drei Wochen sei es keine ängstlichen, sondern überwiegend lächelnde Gesichter gewesen, in die er beim Abschied geblickt habe.