Bochum

Nach Transplantations-Erfolg an Ruhr-Uni Bochum: Diese schrecklichen Symptome kann die Schmetterlingskrankheit mit sich bringen

Hassan (8) konnte in Bochum erfolgreich behandelt werden.
Hassan (8) konnte in Bochum erfolgreich behandelt werden.
Foto: dpa
  • Hassan (8) wurde erfolgreich eine komplett neue Haut transplantiert, der Junge litt an der sogenannten Schmetterlingskrankheit
  • Doch welche Symptome bringt diese Krankheit mit sich und warum trägt sie diesen umgangssprachlichen Namen?

Bochum. Unlängst hat eine Sensationsmeldung der Ruhr-Uni Bochum große Schlagzeilen gemacht. In der Universitätsklinik für Plastische Chirurgie des Bergmannsheil ist einem Jungen namens Hassan (8) erfolgreich eine komplett neue Haut transplantiert worden. Hassans Rettung. Denn der Junge litt an Epidermolysis bullosa, der sogenannten Schmetterlingskrankheit.

Doch was ist das überhaupt für eine Krankheit? Laut RUB ist es eine angeborene Hautkrankheit, die als unheilbar gilt. Ursache sind Schäden an eiweißbildenden Genen, die für den Hautaufbau wichtig sind. Das führt dazu, dass unterschiedliche Hautschichten nicht ausreichend ineinander verankert sind.

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Die Folgen: Schon kleinste Stöße können auf der Hautoberfläche zur Bildung von Blasen, Wunden und Hautverlust mit Narben führen. Daher auch der umgangssprachliche Name der Krankheit, der die Verletzlichkeit der Haut Betroffener mit der Verletzlichkeit von Schmetterlingsflügeln vergleicht. Je nach Ausprägung der Krankheit können innere Organe betroffen sein oder schwere Funktionsstörungen hervorgerufen werden.

Krankheit verläuft oft lebensgefährlich

Die Krankheit verläuft häufig lebensgefährlich. Als Hassan im Juni 2015 auf der Kinderintensivstation des Katholischen Klinikums aufgenommen wurde, waren 60 Prozent seiner Oberhaut zerstört. Er habe an einer ausgeprägten Blutvergiftung mit hohem Fieber gelitten „und wog nur noch 17 Kilogramm – ein lebensbedrohlicher Zustand“, sagt Dr. Tobias Rothoeft, Oberarzt der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Katholischen Klinikum Bochum.

Weil alle anderen Therapien fehlgeschlagen waren, entnahmen Mediziner dem Jungen einige Hautzellen für eine einmalige Gentherapie. Es war der letzte Versuch, dem todkranken Jungen zu helfen. Der Versuch gelang: Das Kind ist heute weitgehend frei von allen Beschwerden.

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