Wer Wandel will, muss selbst mit anpacken

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Gefahr erkannt, bedeutet noch lange nicht, Gefahr gebannt. Viele Menschen sorgen sich zwar, dass die Politik nicht entsprechend auf die Herausforderungen des Klimawandels und endlicher Reserven an fossilen Brennstoffen reagiert, doch die Bereitschaft, selbst aktiv zu werden, zeigen nur wenige.

Garbeck..  Sabine Biehs-Romann ist eine, die nicht nur abwarten will. Die Garbeckerin will Mitmenschen motivieren, Veränderungen zu wagen und gemeinsam zu handeln. Am heutigen Donnerstag lädt sie zum zweiten Info-Abend unter dem Motto „Hönnetal im Wandel“ ab 19 Uhr in der Gaststätte Syré in Garbeck ein.

Zur Auftaktveranstaltung kamen drei Frauen und ein Mann, die ihre Sorgen teilen und aktiv werden möchten. Für Sabine Biehs-Romann ist das ein Anfang. „Diese Resonanz ist normal“, sagt die Garbeckerin. „Ich habe mehrere Workshops besucht, und da hat man uns gesagt, dass es oft ein halbes Jahr dauert, bis sich eine neue Initiative richtig etabliert.“

Weil sie an die Sache glaubt, will Sabine Biehs-Romann ihre Info-Abende fortsetzen – unabhängig von der Zahl der Besucher und möglicher Mitstreiter. „Zumindest bis zu den Sommerferien treffen wir uns jeden Donnerstag ab 19 Uhr bei Syré“, sagt die Garbeckerin. „Und jeder, der sich für das Thema interessiert, ist immer willkommen.“

Das „Thema“ ist vielfältig und schwer in kurze und prägnante Worte zu fassen. Aber mit den Begriffen Energiewende, Peak Oil, Finanzkrise, Klimawandel und demografischer Wandel im Hinterkopf, erscheint der Wunsch nach Wandel fast schon wie eine logische Konsequenz. Bei den Aktionen zum Dorfentwicklungskonzept habe sie eine große Begeisterung vieler Menschen festgestellt, sagt Sabine Biehs-Romann. Doch die Aufbruchstimmung scheint verflogen, und es müsse doch mehr möglich sein, als die geplanten städtebaulichen Maßnahmen zur Errichtung einer neuen Mitte für Garbeck.

Gemeinschaftsprojekte

Anhänger der Transition-Town-Bewegung glauben, dass Kommunen von sich aus mit ersten vorbereitenden Maßnahmen auf eine Zukunft knapper werdender Roh- und Treibstoffe reagieren müssen. „Das muss von den Menschen ausgehen“, betont Sabine Biehs-Romann und wirbt für Gemeinschaftsprojekte. Ansatzpunkte seien zum Beispiel Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung von fossilen Energieträgern sowie zur Stärkung der Regional- und Lokalwirtschaft.

Aber auch im alltäglichen Denken und Handeln schlummert viel Potenzial, um die Welt ein wenig besser zu machen. „Allein kann man zu wenig bewegen, und die Politik wartet oft zu lange und tut dann zu wenig“, klagt die Garbeckerin. Deshalb will sie das Bewusstsein für die Herausforderungen der Zukunft wecken und Menschen in Kontakt bringen. Sie ist sich sicher: „Balve und seine Dörfer sind ein guter Ort, um damit anzufangen.“

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