Weniger Blutspender durch die Grippewelle

DRK zeichnet Jubilare aus.
DRK zeichnet Jubilare aus.
Foto: WP

Garbeck..  Die hartnäckige Grippewelle in diesem Jahr hat die Situation beim Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes verschärft. Das berichtete Schatzmeister Bernd Krämer vom DRK-Ortsverein Balve, ehe er zusammen mit dem Blutspendebeauftragten Karl Würminghausen die Jubilare auszeichnete.

„Kreuz und quer durch die Republik

„Wir brauchen das Blut ganz dringend. Die Bestände sind durch die Grippe um mehr als ein Drittel geschrumpft“, sagte Bernd Krämer, der im ersten Quartal des Jahres mehr als 9000 Kilometer „kreuz und quer durch die Republik“ gefahren ist, um Konserven für teils exotische Blutgruppen auszuliefern. Der „DRK-Finanzminister“ lobte die große Blutspendefamilie in Balve. „Die ist beeindruckend. Wir haben – gemessen an der Bevölkerungszahl – mit die höchste Spenderquote im Land.“ Maßgeblich dafür sei der persönliche und freundschaftliche Kontakt zu den Lebensrettern. „Und auch die Zahl der Erstspender ist hier sehr gut“, sagte Krämer. „Es gibt Gemeinden in Deutschland, die haben überhaupt keine Erstspender mehr.“

91 Blutspender, weniger als üblich, nutzten am Montag den Termin im Katholischen Jugendheim in Balve, um sich jeweils 0,5 Liter Blut abzapfen zu lassen – zum 100. Mal tat dies Marie-Luise Röhl und zum 10. Mal Celina Mutzenbach. Gleichzeitig hatte das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit der Stefan-Morsch-Stiftung zur Typisierungsaktion aufgerufen, um durch Blut- und Stammzellenspenden das Leben von Krebspatienten retten zu können.

Nach dem überragenden Ergebnis im August 2014, als sich 25 Menschen im Alter zwischen 18 und 40 Jahren einen Fingerhut voll Blut abnehmen ließen, das in der Spenderdatei der Stefan-Morsch-Stiftung gespeichert ist, waren es diesmal „nur“ sechs Typisierungen. „Ich dachte auch, das wäre wenig“, sagte die gute Blutspendeseele Karl Würminghausen. „Aber die Leute von der Stefan-Morsch-Stiftung waren sehr zufrieden, zumal sich sechs junge Menschen haben typisieren lassen. Das heißt, sie kommen über einen sehr langen Zeitraum für eine Spende in Frage.“

In der DRK-Unterkunft in Garbeck sind folgende treuen Lebensretter ausgezeichnet worden: 100. Blutspende: Brigitta Steiner, Angelika Wessoly, Klaus-Peter Engel. 75. Blutspende: Monika Schwartpaul und Michael Grote. 50. Blutspende: Tobias Keil, Ralf Pütter und Heino Wortmann.

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