Visa-Probleme hindern Christen aus dem Kongo an der Einreise

Eine deutsche Delegation hatKirchenpräsident Eliki Bonanga schon in der Stadt Boende im Kongo besucht. Ein Gegenbesuch scheitert an Visa-Problemen.Foto: Privat
Eine deutsche Delegation hatKirchenpräsident Eliki Bonanga schon in der Stadt Boende im Kongo besucht. Ein Gegenbesuch scheitert an Visa-Problemen.Foto: Privat
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Balve.  Die Vorfreude ist der Enttäuschung gewichen: Der Abendgottesdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Balve am Freitag, 31. Mai, findet zwar immer noch um 19.30 Uhr mit dem Thema „Afrika“ statt, allerdings werden die erwarteten Gäste aus dem 5868 Kilometer entfernten Kongo fehlen. Probleme mit dem Visum hindern die Delegation um den Kirchenpräsidenten der evangelischen Jüngerkirche im Kongo, Reverend Eliki Bonanga, an der Einreise nach Deutschland.

Pfarrer Christian Weber erreichte die traurige Nachricht gestern Morgen im Büro. Weber hatte mit seinem Kollegen Burckhardt Hölscher aus Letmathe telefoniert, weil die Delegation aus dem Kongo wie von uns berichtet noch am Dienstag wegen Visa-Pro­blemen in der Hauptstadt Kinshasa festsaß. Hölscher hatte keine gute Nachricht für die Evangelische Kirchengemeinde in Balve parat, denn die Pässe der Afrikaner liegen beim Ausländeramt in Brüssel. Burckhardt Hölscher, der den Kontakt mit der Delegation aus dem Kongo koordiniert, bemühte sich über die Evangelische Kirche in Deutschland bis hin zu den Botschaften in der belgischen Hauptstadt um eine Lösung der Visa-Schwierigkeiten - ohne Erfolg.

Neuer Versuch im nächsten Jahr

„Burckhardt Hölscher hat Himmel und Erde in Bewegung gesetzt, aber die Abwicklung scheint kompliziert zu sein. Die Einreise scheitert an der Bürokratie“, berichtet Pfarrer Christian Weber von der Evangelischen Kirchengemeinde in Balve. Er führte gestern viele Gespräche mit Christen, die seine Enttäuschung über die kurzfristige Absage der Besucher aus dem Kongo teilten. Weber: „Im Jahr 2014 soll ein neuer Versuch gestartet werden.“

Der Gottesdienst am Freitag um 19.30 Uhr wird wie geplant in der Evangelischen Kirche gefeiert. „Wir werden dann an die Christen in der Demokratischen Republik Kongo denken“, sagt Christian Weber.

 
 

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