Verwestes Tier löst wohl Feuerwehreinsatz aus

Entwarnung: Mit einem Messgerät hat ein RWE-Mitarbeiter Gasaustritt bei der Firma Pickhardt & Gerlach ausgeschlossen.
Entwarnung: Mit einem Messgerät hat ein RWE-Mitarbeiter Gasaustritt bei der Firma Pickhardt & Gerlach ausgeschlossen.
Foto: WP
Manchmal können kleine Dinge große Wirkung erzielen. Das musste auch die Feuerwehr feststellen.

Balve..  Mit jeweils neun Kameraden rückten die Löschgruppen Balve und Garbeck zur Firma Pickhardt & Gerlach „An der Kormke“ aus. Mitarbeiter des Metall- und Kunststoffverarbeitungsbetriebs hatten die Einsatzkräfte um 10.52 Uhr alarmiert, weil sie Gasaustritt im Keller befürchteten. Ein RWE-Mitarbeiter vor Ort konnte ebenso wie die Feuerwehrmänner nach wenigen Minuten Entwarnung geben: Die Messgeräte schlugen nicht an. Was aber sorgte dann für den Propangasgeruch?

„Vermutlich eine verweste Maus oder eine tote Ratte“, erklärte Einsatzleiter Klaus-Peter Engel. Verwesungsgestank könne durchaus den vermeintlichen Gasgeruch hervorgerufen haben. Allerdings wurde ein verendetes Tier bis zum Nachmittag nicht bei der Firma Pickhardt & Gerlach gefunden. Bis dahin war die Feuerwehr längst wieder eingerückt. „Fehlalarm. Aber besser so, als anders herum“, sagte Einsatzleiter Klaus-Peter Engel.

Offenes Feuer tabu

Diese Meinung vertritt auch Pressesprecher Kai Gaberle. „Mit Gas ist nicht zu spaßen“, sagt der Feuerwehrmann. Er warnt: „Riecht es nach Gas, ist offenes Feuer tabu.“ Selbst Lichtschalter könnten schon zu einem Abrissfunken führen, der das explosive Gemisch zum Entzünden bringen könne. Generell sollten sämtliche elek­trische Geräte nicht betätigt werden, um Funkenbildung zu vermeiden. Auch Telefon und Handy sollten nicht mehr im Haus benutzt und stattdessen lieber das Fenster geöffnet werden, denn: „Frische Luft senkt die Gaskonzentration im Raum.“

Kai Gaberle rät dazu, bei ungewöhnlichem Gasgeruch sicherheitshalber immer die Feuerwehr über 112 zu alarmieren.

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