Ungewöhnliche Zeitreise: 50 Jahre Kraftverkehr Mark-Sauerland

Neuenrade,.  „Eine Monatskarte für die Mark-Sauerland.“ Die Bestellung kommt den älteren Semestern unter den Buskunden noch häufig aus Gewohnheit über die Lippen. Dabei gibt es diese Gesellschaft seit fast 40 Jahren nicht mehr.

Wer aber in die Erinnerungen an „50 Jahre Kraftverkehr Mark-Sauerland“ von 1925 bis 1975 eintauchen möchte, kann die ungewöhnliche Zeitreise mit der Dokumentation von Heinz-Werner Turk antreten.

„Wir sind ausgesprochen dankbar, dass Herr Turk diese akribische Arbeit gemacht hat“, lobte Gerhard Schmier, Geschäftsführer der Märkischen Verkehrsgesellschaft (MVG), der jetzt das erste Exemplar aus den Händen des Autors überreicht bekam. Der 68-jährige Werdohler ist von Kindesbeinen an mit dem öffentlichen Verkehrsgeschehen untrennbar verbunden. Seit März vergangenen Jahres hat er diesen Teil der „Mobilitätsgeschichte“ aufgearbeitet.Seine Dokumentation ist reich an persönlichen Eindrücken, an Erinnerungen von Fahrern, Schaffnern und Fahrgästen, an Daten und Fakten und natürlich an Fotos. „Ich habe das Ende des Schienenverkehrs der Kreis Altenaer Eisenbahn und den Übergang zum Omnibusverkehr miterlebt.“

Persönliche Dokumentation

Später, als er regelmäßig von Kleinhammer in die Werdohler Stadt zur Realschule fuhr, blieb in den 60er-Jahren der „Anderthalbstöckige“ der Favorit unter den Bussen. Gegründet wurde die Kraftverkehr Mark-Sauerland 1925 übrigens in Neuenrade. Dort hatten die Politiker noch vor der Geburtsstunde der Gesellschaft eine Wagenhalle gebaut und damit Fakten geschaffen.

Vom Sambabus bis zum Dreiachser mit Anhänger vereinte die Mark-Sauerland so ziemlich alles, was die Hersteller an Omnibusmodellen auf den Markt brachten. Und wenn es mal nicht passte, legten die Mechaniker selbst Hand an und bauten einen ursprünglich neben dem Fahrer platzierten Motor unter eine neue „Frontschnauze“, um mehr Platz zu schaffen.

1975 erfolgte der Zusammenschluss von Mark-Sauerland, Iserlohner Kreisbahn und Plettenberger Kleinbahn zur MVG. Geblieben sind nicht nur die Busse auf vielen Bildern, sondern auch die Gedanken an liebenswürdige Menschen. Turk: „Einige der Fahrer kannten wir Schüler mit Namen.

Rudi fährt heute, der ist super.“ Die Dokumentation gibt es bei Heinz-Werner Turk zum Preis von 18 Euro (plus drei Euro Porto und Versand) unter Tel. 0 23 92 / 6 44 64, bei Lesen & Ambiente in Werdohl und ab sofort im MVG-Servicecenter in Lüdenscheid.

 
 

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