Nussknacker-Premiere begeistert mehr als 100 Zuschauer

Foto: WP

Balve.  Die Kinder haben ihr Urteil gefällt. „Ich finde das Stück total witzig. Vor allem die Fledermaus“, sagt die siebenjährige Jana Such aus Balve. „Sehr gut“, urteilt Felix Müller, neun Jahre alt. Der Balver ergänzt: „Ich würde mir den Nussknacker noch einmal ansehen.“ Mit vielen Komplimenten sind die Darsteller vom Ensemble des Festspielvereins gestern Abend nach der Premiere des Weihnachtsmusicals überschüttet worden. Lang anhaltender Applaus der rund 120 Zuschauer begleitete sie beim Abgang von der Bühne im Schulzentrum. Und auch die Regisseurin Anke Lux, mit Blumen beschenkt, war nach der Erstaufführung zufrieden.

Darsteller wach und aufmerksam

„Es ist insgesamt gut gelaufen“, erzählte Anke Lux im Gespräch mit unserer Zeitung. Und weiter: „Die Darsteller sind wach und aufmerksam gewesen. Bei der Premiere darf man sich nicht von der Nervosität lähmen lassen. Die Besucher merken, das Ensemble hat Spaß auf der Bühne, und das ist auch gut so.“ Natürlich hatte die Regisseurin und Choreographin auch noch kleine Mängel ausgemacht, die sie in ruhigem Ton ansprechen wird. „Es gibt keine persönliche Kritik, es geht immer um die Sache“, sagte sie.

Das Stück erzählt die aufregenden Abenteuer, die der Nussknacker (Robin Traud, 16 Jahre) und seine Freundin Marie (Lina Schulte, 13) bestehen müssen, um den Nussknacker wieder in einen Jungen zu verwandeln. Freundschaft und Selbstvertrauen sind bei diesem Vorhaben die stärkste Kraft – auch, um sich gegen die fiese Mäusekönigin (Jeanette Borthwick-Schwalke), die hungrige Spinne (Chris Perschke) oder die verführerischen Meerjungfrauen (Simone Becker, Thomas Riedel und Stefani Schulte) zu behaupten. Die skurrilen Typen machen den besonderen Reiz des Weihnachtsmusicals aus, in dem die achtjährige Emma Knips jüngste Darstellerin ist. Für die Zuschauer geht es in flottem Tempo mit viel Gesang und Tanz von einem Abenteuer zum nächsten. Ob die Geschichte ein glückliches Ende nimmt, wird hier nicht verraten.

Welches Stück das Festspiel-Ensemble übrigens im November nächsten Jahres aufführen wird, darüber macht sich Anke Lux während der Weihnachtsfeiertage Gedanken. „Dann gucke ich Filme, lese Bücher und lasse mich inspirieren. Ein passendes Stück zu finden, dass Familien, Kinder und Erwachsene gleichermaßen anspricht, ist nämlich gar nicht so einfach.“

 
 

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