Neuer Arzt im Krankenhaus

Deutliche Kritik wird an dem neuen Essen, das aus Iserlohn kommt, laut. Foto: Richard Elmerhaus
Deutliche Kritik wird an dem neuen Essen, das aus Iserlohn kommt, laut. Foto: Richard Elmerhaus
Foto: WP

Balve. Das Personalkarussell im St.-Marien-Hospital Balve hat Fahrt aufgenommen. Am 2. Januar 2012 nahm ein neuer Assistenzarzt seinen Dienst auf. Ein weiterer soll folgen.

Darüber hinaus steht allem Anschein nach die Trennung von einem Assistenzarzt aus der Chirurgischen Abteilung unmittelbar bevor. Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören war, bekam der Mediziner, der bei Patienten und Mitarbeitern höchst umstritten ist und dessen Demission bereits vor zwei Jahren ein Thema war, Besuch aus Iserlohn.

Geschäftsführer Thomas Wülle und die Personal-Chefin Claudia Wiemann waren im St.-Marien-Hospital und sollen mit dem umstrittenen Mediziner über einen Auflösungsvertrag verhandelt haben. „Es kann durchaus sein, dass am Donnerstag die Trennung endgültig terminiert wird“, heißt es aus dem Krankenhaus, aus dem sich ein Garbecker selbst entlassen hat, weil er mit dem Essen und der Stationsleitung nicht einverstanden war.

Gerade wieder zu Hause, macht Heinrich Jürgens seinem Unmut über den mehrtägigen Aufenthalt im St.-Marien-Hospital Luft: „Das Essen aus Iserlohn schmeckt nicht und es wird keine Rücksicht auf Diabetiker genommen“, sagt der Garbecker, der bis Dienstag im Krankenhaus gelegen hat.

Weil ihm das Essen nicht gemundet hat, ließ sich der Garbecker von seiner Frau verpflegen. „Ich habe ihm jeden Tag etwas zu essen ins Krankenhaus gebracht, weil er total unzufrieden war mit den Gerichten aus der Küche des St.-Elisabeth-Kankenhauses Iserlohn“, erzählt seine Gattin.

Mit der medizinischen Abteilung ist der 70-Jährige allerdings sehr zufrieden. „Die leisten hervorragende Arbeit. Dies kann ich leider vom Pflegepersonal nicht behaupten. Da gibt es einige, die müssten nach meiner Ansicht vom Krankenhaus-Management besser kontrolliert werden, denn die machen, was sie wollen“, ärgert sich Heinrich Jürgens, der nach einer Operation nicht so vom Pflegedienst behandelt wurde, wie er sich das gewünscht hätte. „So ist das Krankenhaus nicht zu retten“, ärgert sich der 70-Jährige, der es allerdings sehr bedauern würde, wenn das St.-Marien-Hospital aus finanziellen Aspekten schließen müsste.

Wesentlich intensiver als Heinrich Jürgens setzt sich Klaus-Peter Engel mit dem Krankenhaus auseinander, dessen Mutter Patientin war, als das erste Essen aus Iserlohn geliefert wurde. „Das Essen war katastrophal“, sagt Klaus-Peter Engel, der die Krankenschwestern jedoch aus seiner Kritik ausspart.

Ursache für das Dilemma im St.-Marien-Hospital ist für ihn Geschäftsführer Thomas Wülle. „Wülle soll einpacken, denn er kann bis heute keine Zahl nennen, die die Schließung von Cafeteria und Küche rechtfertigt. Das, was jetzt im St.-Marien-Hospital passiert, ist alles gewollt, das ist Berechnung“, sagt Klaus-Peter Engel.

 
 

EURE FAVORITEN