Museum bereitet der Stadt Balve große Sorgen

Fachbereichsleiter Michael Bathe zeigt die Stelle, an der ein Bach das Fundament des Museums für Vor- und Frühgeschichte schwer beschädigt hat.
Fachbereichsleiter Michael Bathe zeigt die Stelle, an der ein Bach das Fundament des Museums für Vor- und Frühgeschichte schwer beschädigt hat.
Foto: WP

Wocklum.  Das weiße Schild mit den schwarzen Druckbuchstaben verheißt nichts Gutes. „Aus statischen Gründen darf das Museum zur Zeit nicht betreten werden“, steht darauf, unterschrieben von Bürgermeister Hubertus Mühling. Gemeint ist das Museum für Vor- und Frühgeschichte an der Luisenhütte in Wocklum. Gut 200 Jahre hat das Gebäude auf gesunden Füßen gestanden, nun ist eine Notoperation erforderlich. Ein Bach hat das Fundament unterspült.

Ans Tageslicht gelangt sind die gravierenden Mängel bei einer Umbaumaßnahme. Die Stadt Balve renoviert derzeit den ca. 60 Quadratmeter großen Raum unter dem Museum für Vor- und Frühgeschichte. „Der ehemalige Kellerraum ist entrümpelt. Er wird mit neuen Fenstern und einem Fluchtweg versehen, um hier zusätzlichen Platz für gemeinsame Veranstaltungen des Kreises und der Stadt zu schaffen, wie zum Beispiel bei Luise heizt ein“, erzählt Fachbereichsleiter Michael Bathe. Rustikal soll der Raum bleiben, und möglichst schon im Sommer für die Museumspädagogik genutzt werden, um Kindergarten- und Schulkindern die Steinzeit näher zu bringen. Das junge Publikum soll mit unterschiedlichen Events angelockt und begeistert werden – auch, um die Besucherzahlen mittelfristig zu steigern, räumt Michael Bathe ein. „Selbst Kindergeburtstage schweben uns hier vor.“

Mitten in den Umbaumaßnahmen dann die Ernüchterung: Ein Bachlauf hat das Fundament unterspült. Die Bauaufsicht des Märkischen Kreises sieht die Statik des Gebäudes akut gefährdet. Provisorisch hat der Bauhof der Stadt Balve eine Abstützung angebracht. In dieser Woche werden Vertreter der Stadt mit Prüfstatikerin Christine Balke vom Märkischen Kreis den Schaden genau unter die Lupe nehmen. „Sie wird Vorgaben machen, wie es weitergeht“, berichtet Michael Bathe. Danach werde ein Bauunternehmen beauftragt, das die Standsicherheit des Museums für Vor- und Frühgeschichte wieder herstellt. Die Kosten werden derzeit ermittelt. Wie hoch sie sein werden, ist laut Bathe noch unklar. Unterstützung erhofft sich die Stadt von der Eigentümerfamilie des Gebäudes, Landsberg-Velen, mit der sie das Gespräch suchen wird.

Tagesaktionen mit Schloss Wocklum

Die Zeit drängt. Der „Tag der offenen Tür“ am 3. Mai eröffnet die Hauptsaison im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Wocklum. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Termin einzuhalten“, sagt Fachbereichsleiter Michael Bathe, der ergänzt, dass Aktionen rund um die Luisenhütte zukünftig mit Veranstaltungen auf Schloss Wocklum vereint werden sollen. „Das ist eine zusätzliche Bereicherung für die Besucher.“

 
 

EURE FAVORITEN