Mammuts kehren als Vize-Weltmeister heim

Die Balver Mammuts.
Die Balver Mammuts.
Foto: WP

Balve/Köln..  Fast wären die Segwaypolo-Spieler der Balver Mammuts mit dem Weltmeisterpokal aus Köln heimgekehrt. Fast. Denn bei dem Weltcup mussten sich Kapitän Kai vom Lehn, Peter Sudermann, Dirk Motejat, Wolfgang Werth, Mark Dyckmanns und Dirk Fleischer (Torwart) im Endspiel den Barbados – der weitgereistesten Mannschaft des Turniers – mit 0:1 geschlagen geben.

„Klar, wer im Finale steht, will das auch gerne gewinnen“, sagt Pressesprecher Martin Skiba im Gespräch mit unserer Zeitung. „Aber wir haben unter insgesamt 20 Mannschaften – darunter Teams aus Großbritannien, Schweden, Schweiz, USA und Libanon – Platz zwei belegt. Wir können sehr zufrieden sein.“ Das frühe Gegentor im WM-Finale gegen den Karibikstaat sei entscheidend gewesen. „So ein Treffer ist schwer aufzuholen. Glückwunsch an Barbados. Sie haben den perfektesten Segwaypolo der Welt gespielt“, sagt Martin Skiba als fairer Verlierer.

Warum auch traurig sein? Schon das Einlaufen zum WM-Finale bescherte den Balvern Gänsehautmomente. „Das war bewegend. Jeder Spieler wurde einzeln vorgestellt und dann wurde noch die Nationalhymne gespielt“, berichtet Martin Skiba. Überhaupt sei die Weltmeisterschaft im Segwaypolo perfekt organisiert gewesen. Skiba: „Unter der Schirmherrschaft der Funky-Move-Turtles aus Lohmar, die bereits 2009 eine WM ausgerichtet hatten, haben wir drei tolle Tage erlebt. Kompliment an den Veranstalter.“ Die zweite Balver Mannschaft – die Cavemen – belegten im Turnier Platz sieben.

Die Vorrundenspiele wurden am Donnerstag ausgetragen, und die Mammuts machten ihrem Ruf als Topfavorit alle Ehre. Als souveräner Gruppensieger zogen sie ins Viertelfinale ein. „Hier hätte aber schon Endstation sein können“, sagt Martin Skiba, denn gegen das kampfbetonte Spiel der Libanesen hatten die Balver große Schwierigkeiten. Es ging in die Verlängerung, und zwei Treffer von Peter Sudermann machten den Halbfinal-Einzug perfekt.

Als Gruppenzweiter ins Viertelfinale

Die Balver Cavemen mit Kapitän Martin Skiba, Claudia vom Lehn, Christoph Koch, Christian Heiming, Udo Puhl und Ralf Assmann (Torwart) starteten mit einem Sieg gegen die „Top Vinyard Devils“ aus Österreich in die WM und erreichten nach Toren von Christian Heiming, Martin Skiba und Udo Puhl als Gruppenzweiter das Viertelfinale. Dort war Endstation. Gegen den späteren Turnier-Vierten „Blade Pirates“ aus Solingen gab es eine 0:2-Niederlage. Der folgende 3:1-Sieg gegen die „Blade Dragons“ aus Solingen bescherte den Cavemen den guten siebten Platz. „Unter die ersten Zehn zu kommen, ist schon ein schöner Erfolg“, sagt Martin Skiba.

Für die Balver Mammuts wäre das allerdings zu wenig gewesen. Im Halbfinale untermauerten sie ihre Titelambitionen und revanchierten die Cavemen. Sie besiegten die „Blade Pirates“ aus Solingen mit 1:0. Den Treffer des Tages erzielte erneut Peter Sudermann.

Neuauflage vom Zürich-Cup 2013

Das Endspiel gegen Barbados war eine Neuauflage des Duells vom Zürich-Cup im Jahr 2013. Damals gewannen die Balver nach einem 0:5-Rückstand noch mit 7:5. Diesmal hatten die „Mammuts“ das Nachsehen. „Vize-Weltmeister zu sein, ist aber auch ein tolles Gefühl“, sagt Martin Skiba. „Und nach Platz vier bei der WM vor zwei Jahren in Washington haben wir uns diesmal mit Platz zwei gesteigert. Unseren Traum vom Weltmeistertitel verfolgen wir bei der nächsten Weltmeisterschaft in zwei Jahren weiter.“

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