Landfrauen helfen der Forschung

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Balve.. (mbo) Vor fast zwei Jahren befragte Meike Glawe vier Balverinnen zum Thema Sprachveränderungen. Gestern stellte die Sprachforscherin von der Uni Bielefeld den Balver Landfrauen einen Zwischenbericht ihrer wissenschaftlichen Arbeit vor.

Marianne Lösse, Maresi Kleine, Elisabeth Schmoll und Monika Schwartpaul waren die vier ausgewählten Balver Landfrauen, die sich damals einem Interview stellten und ein Kaffee-und-Kuchen-Gespräch unter Freunden aufzeichnen ließen. Insgesamt wurden für das DFG-Forschungsprojekt „Sprachvariationen in Norddeutschland“ mehr als 150 Frauen befragt.

„Das hört sich leichter an, als es ist“, berichtete Meike Glawe. „Vor allem in der ehemaligen DDR gab es große Probleme, geeignete Interviewpartner zu finden. Meine Kollegen bekamen oft zu hören, man habe sich lange genug abhören lassen.“ Mit dem Verlauf der Gespräche in Balve war die Bielefelderin hingegen sehr zufrieden: „Hier hat alles super geklappt, während in Drolshagen niemand mit mir sprechen wollte.“

Konkrete Ergebnisse des Forschungsprojektes, an dem sich sechs Universitäten beteiligen, konnte Meike Glawe gestern noch nicht vortragen, da noch nicht alle Auswertungen abgeschlossen seien. Sie betonte aber: „Das war alles sehr spannend. Und es wird sehr interessante Ergebnisse geben. Niederdeutsch, also Platt, wird in der Sprachlandschaft Südliches Westfalen kaum noch gesprochen.“

Die Balver Landfrauen haben die wissenschaftliche Untersuchung ihrer Sprache gerne unterstützt. „Es war interessant und ich bin gespannt, welche Ergebnisse es am Ende des Projekts gibt“, sagte Marianne Lösse gestern.

 
 

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