Jörg Bausch verspricht großes Kino in der Höhle

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Balve..  Einer seiner bekanntesten Hits heißt „Großes Kino“ – und genau das soll auch die Après-Ski-Party in der Balver Höhle werden. Jörg Bausch ist am Samstag der Top-Act der Traditionsveranstaltung, zu der die Schützenbruderschaft St. Hubertus Beckum ab 20 Uhr einlädt. Wir sprachen vor seinem Auftritt im Felsendom mit dem Sänger aus dem Ruhrgebiet über Spaß bei der Arbeit, Jugendsünden und sein fehlendes Interesse an einer Ballermann-Karriere.

Herr Bausch, waren Sie schon einmal in Balve und kennen Sie die Höhle, oder wird das am Samstag eine echte Premiere für Sie?

Jörg Bausch: Ich war noch nie in Balve und kenne die Höhle nur aus dem Fernsehen. Wer aber schon einmal da war, der schwärmt von der Höhle. Deshalb freue ich mich sehr darauf. Das ist schon eine traumhafte Kulisse.

Sie erwecken bei Ihren Auftritten den Eindruck, dass nicht nur das Publikum möglichst viel Spaß haben sollte, sondern auch der Typ auf der Bühne eine ziemlich gute Zeit hat.

Wenn man da keinen Spaß dran hätte, dann würde man diesen – in Anführungsstrichen – Job nicht über viele Jahre machen. Ich habe das Glück, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte. Es ist wirklich so, dass mir jeder Auftritt einfach Spaß macht. Es ist einfach toll. Ich schreibe meine Lieder alle selbst, und produziere auch im Tonstudio jeden Song selber.

In ihren Liedern geht es relativ oft um Liebe. Warum?

Ja, es geht oft um Liebe. Es geht bei meinen Titeln aber auch oft ums Leben selbst. Ich verstecke gerne in meinen Titeln eine Message, die man im ersten Moment vielleicht gar nicht wahrnimmt, wenn man das Lied einfach so beiläufig hört. Aber wenn man sich mit dem Text beschäftigt, steckt da immer ein kleiner Clou hinter.

Geben Sie uns mal bitte ein Beispiel.

Wenn man den Titel ‘Dieser Flug’ hört, dann denkt man im ersten Moment vielleicht ans Fliegen und an Flugzeuge, aber der Titel hat damit überhaupt nichts zu tun. Man sollte im Leben möglichst auf dem Boden bleiben. So eine Message stecke ich gerne mit in meine Lieder.

So ein Bühnenauftritt ist bestimmt anstrengend. An diesem Samstag haben sie gleich zwei Auftritte. Woher nehmen Sie die Energie dafür?

In meiner ersten Karrierehälfte habe ich viele, viele Nächte, wenn nicht sogar jede Nacht, im Tonstudio verbracht. Dummerweise habe ich im Alter von 14 Jahren mit dem Rauchen angefangen. Und als das mit der Bühne immer mehr wurde, habe ich irgendwann gemerkt, dass das alles doch ziemlich anstrengend ist. Mit 27 habe ich die Raucherei komplett an den Haken gehängt und angefangen, Sport zu treiben. Ich habe mir gesagt, dass es so nicht weiter gehen kann und dann mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Inzwischen hole ich mir meine Fitness dadurch, dass ich mich ganz anders ernähre als früher, viel Sport treibe und natürlich nicht mehr rauche. Das wirkt wirklich. Es ist schon witzig, wenn man älter wird und gefühlt mehr Energie hat, als mit Mitte zwanzig.

Wie bezeichnen Sie Ihre Musik eigentlich: Schlager, Popschlager oder Partymusik?

Ich bin mir da ehrlich gesagt selbst nicht so sicher. Diese Begriffe liegen sehr nah beieinander. Ich würde nicht sagen, dass ich reine Partymusik mache, weil doch die Texte etwas mehr Anlass zum Nachdenken geben. Aber trotzdem kann man auf meine Musik Party machen. Wobei reine Partymusik für mich mehr so die Ballermann-Schiene ist. Da geht es nur darum, in diesem Moment loszulassen und zu feiern.

Am Ballermann oder auf Mallorca generell hört man Sie – im Gegensatz zu etlichen Kollegen ihres Genres – eher selten. Warum?

Man sieht mich da eigentlich gar nicht. Ich war von einigen Jahren auf Mallorca und habe mal in die Szene reingeschnuppert. Aber ich sehe meine musikalische Auftrittsplattform viel mehr in meinen Konzerten. Mein Ziel ist es einfach, immer mehr Konzerte zu spielen, wie ich das schon zweimal im Jahr in der Arena Oberhausen und im Starlight-Express-Theater in Bochum mache. Das macht mir richtig Spaß. Konzerte und Auftritte sind schon zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

Am Samstag bei der Après-Ski-Party wartet ein Auftritt auf Sie. Was dürfen die Besucher in der Höhle von Ihnen erwarten?

Es gibt an dem Abend natürlich meine Klassiker wie ‘Großes Kino’, ‘Dieser Flug’, ‘Leuchtturm’ und ‘Tornado’. Aber ansonsten mache ich das Programm wie immer erst kurz vor dem Auftritt. Entweder schreibe ich noch schnell eine Trackliste, oder mein Techniker weiß schon allein aufgrund meiner Moderation, auf welchen Titel ich hinaus will. Ich mache das wirklich von der Situation abhängig. Ich freue mich auf alle Fälle riesig auf die Höhle, weil das kein normaler Auftritt wird, sondern echt was Besonderes. Die Kulisse ist der Hammer. Toll, dass es so etwas gibt. Und es ist noch viel genialer, dass ich da auftreten darf.

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