Große Trauer um Dr. Thomas Pröpper

Bei der Festveranstaltung zu Ehren von Theodor Pröpper am 16. Dezember 2011 überreichte Pfarrarchivar Rudolf Rath (rechts) Dr. Thomas Pröpper das „Findbuch“ mit den Veröffentlichungen seines Vaters.
Bei der Festveranstaltung zu Ehren von Theodor Pröpper am 16. Dezember 2011 überreichte Pfarrarchivar Rudolf Rath (rechts) Dr. Thomas Pröpper das „Findbuch“ mit den Veröffentlichungen seines Vaters.
Foto: WP
Der langjährige Dogmatik-Professor Dr. Thomas Pröpper ist tot. Er starb am Dienstag nach schwerer Krankheit im Alter von 73 Jahren in Münster.

Balve/Münster..  Von 1988 bis 2003 war der aus Balve stammende Theologe Professor für Dogmatik und theologische Hermeneutik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster. Er galt als weit anerkannter Hochschullehrer.

Pröpper studierte Theologie in Paderborn, Münster und München. 1968 wurde er zum Priester des Erzbistums Paderborn geweiht. Nach drei Jahren als Kaplan führte er seine theologischen Studien in Tübingen fort, wo er von 1974 bis 1981 Assistent des heutigen Kardinals Walter Kasper war. 1983 kehrte er nach Paderborn zurück und war an der dortigen Universität fünf Jahre lang wissenschaftlicher Angestellter.

1988 wurde Pröpper auf den Lehrstuhl für Dogmatik und theologische Hermeneutik der Katholisch-Theologischen Fakultät Münster berufen. 2003 schied er krankheitsbedingt vorzeitig aus. Lange Jahre wirkte Pröpper als Zelebrant und Prediger in der Dominikanerkirche Münster – viele seiner Predigten wurden auch publiziert.

Ehrendoktorwürde

2011 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg verliehen. Wie das Internetportal kirchensite.de berichtet, würdigte einer seiner Schüler, Professor Dr. Magnus Striet, Thomas Pröpper in seiner Laudatio als einen Theologen, „der die so menschliche Sehnsucht nach Freundschaft, welche diesen Namen verdient, auch als die so menschliche Sehnsucht nach einem Gott, der dem Menschen Freund sein möge, ausgearbeitet hat“.

Das Seelenamt wird am Donnerstag, 19. Februar, um 15 Uhr in der Pfarrkirche St. Blasius zelebriert. Im Anschluss daran erfolgt von der Friedhofskapelle aus die Beisetzung auf dem Friedhof in Balve.

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