Garbecker fordern bessere Kommunikation

Als Zeichen der Verbundenheit reichen MdB Christel Voßbeck-Kayser (links) und der Stellvertretende Bürgermeister Alexander Schulte (rechts) Botschafter Marcel Tibaleka aus Uganda die Hand.
Als Zeichen der Verbundenheit reichen MdB Christel Voßbeck-Kayser (links) und der Stellvertretende Bürgermeister Alexander Schulte (rechts) Botschafter Marcel Tibaleka aus Uganda die Hand.
Foto: Richard Elmerhaus

Balve/Langenholthausen..  Bevor Marcel Robert Tibaleka in die Limousine einstieg, um die Hönnestadt zu verlassen und den nächsten Termin in Werdohl wahrzunehmen, wiederholte der Botschafter aus Uganda immer wieder das Wort „Danke“. Überwältigt von so viel Herzlichkeit, die ihm in Balve entgegen gebracht worden sei, lud der weit gereiste Gast Bäckermeister Charly Grote, den Uganda-Kreis der Kolpingsfamilie Garbeck, MdB Christel Voßbeck-Kayser und Vertreter der Stadt Balve dazu ein, ihn doch bei dem nächsten Aufenthalt in der Republik in Ostafrika zu besuchen.

Mit im Gepäck hat der Botschafter aus Uganda nicht nur viele Eindrücke und Geschenke aus der Goldbäckerei Grote und dem Rathaus der Stadt Balve, sondern auch reichlich Anregungen und Wünsche. „Es wäre schön, wenn er sich dafür einsetzt, dass manche bürokratischen Wege kürzer werden“, sagt Bäckermeister Charly Grote. Er hat gemeinsam mit dem Uganda-Kreis der Kolpingsfamilie Garbeck großen Anteil daran, dass Bäckereien in Arua und Gulu in Betrieb gegangen sind. „Im Stadtgebiet Balve mit ca. 12 000 Einwohnern besteht in mindestens 12 Bäckereien und Lebensmittelgeschäften die Möglichkeit, Brot zu kaufen“, berichtete Grote. Da könne man sich vorstellen, was eine Bäckerei in Arua – eine Stadt mit 56 000 Einwohnern – für die Menschen dort bedeute.

Auch Theo Steffens vom Uganda-Kreis der Kolpingsfamilie Garbeck wünscht sich, dass der Besuch des Botschafters in der Hönnestadt mehr als nur warme Worte bringt. „Wir hoffen auf eine bessere Kommunikation“, sagt Steffens und ergänzt: „Es sollte zukünftig ganz klare Angaben geben, was die Menschen vor Ort benötigen. Das würde unsere Arbeit erleichtern.“ Zudem gebe es hier und da Probleme mit den Behörden in Uganda. Steffens: „Wir können zwar Unterstützung leisten, beispielsweise bei Schulmaterialien, aber Lehrer muss halt der Staat einstellen.“ Die Hönnestadter vertrauen zudem darauf, dass der Botschafter notwendige Impulse für nachhaltige Waldbewirtschaftungsformen in die Wege leitet.

Der Uganda-Kreis hat die Initiative ergriffen und war auch in den vergangenen Monaten nicht untätig. 750 Euro für Zement sind gespendet worden, und zwar zum Bau einer Schule in einem Ort 15 Kilometer von Arua entfernt, und weitere 500 Euro für Lehrbücher speziell für Pädagogen vor Ort. Nachrichten, die der Botschafter aus Uganda mit einem Lächeln erwiderte.

Stutenkerl als Geschenk

Glücklich war Marcel Robert Tibaleka auch über die Gastfreundlichkeit in der Goldbäckerei Grote in Langenholthausen, in der er Käsebrötchen fertigte und wohl zum ersten Mal in seinem Leben einen Stutenkerl geschenkt bekam, sowie mit dem Empfang im Rathaus. Der Stellvertretende Bürgermeister Alexander Schulte begrüßte den Ehrengast aus Ostafrika mit einer perfekt in Englisch vorgetragenen Rede. „Die guten und persönlichen Beziehungen zu Menschen aus Uganda verdanken wir dem verstorbenen Pastor Theo Kramer, der vor vielen Jahren mit Cosmas Alule eine Urlaubsvertretung gefunden hatte, die bereit war, in den Ferien die Heilige Messe zu feiern“, erzählte Schulte. „Schnell entwickelten sich Kontakte und ein Uganda-Kreis der Kolpingsfamilie Garbeck wurde gegründet. Viele Aktionen folgten. Herausragend ist das Projekt ‚Arua Kolping Bakery‘.“ Die Hönnestadt kennzeichne ein hohes ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwohl, die Balver Höhle als größte Kulturhöhle Europas und das Mammut als Wahrzeichen. Schulte: „Balve ist liebens- und lebenswert.“

Willkommen gefühlt

Anschließend trug sich Botschafter Tibaleka in das „Goldene Buch“ der Stadt Balve ein – und zwar nicht bloß mit einer Unterschrift, sondern mit der Bemerkung, dass er sich außerordentlich willkommen und wohl gefühlt habe. „Daher wird mir dieser Besuch in sehr guter Erinnerung bleiben.“

 
 

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