„Dann reißen wir die Hütte ab“

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Balve..  Wer wird WP-Schützenkönigin 2014? Das Geheimnis wird am Sonntag, 19. Oktober, in der Schützenhalle in Langscheid gelüftet. Im Finale des großen Schützenköniginnen-Wettbewerbs unserer Zeitung steht auch Liesa Müer aus Balve, die an der Seite von Oliver Rath die Bruderschaft St. Petrus und Paulus 1861 Affeln regiert. Die 21-Jährige hat mit 501 Stimmen und großem Vorsprung auf Steffi Beyer (383 Stimmen, Schützenbruderschaft St. Hubertus Lürbke) und Katharina Feldmann (380 Stimmen, St. Antonius Eisborn) den Regionalentscheid im Hönnetal gewonnen. Sehr überraschend, wie Sie im Interview der Woche verrät.

Herzlichen Glückwunsch, Frau Müer, Sie stehen im Finale des WP-Königinnen-Wettbewerbs.

Liesa Müer: Tatsächlich? Das ist eine tolle Nachricht, mit der ich ganz bestimmt nicht gerechnet habe. Ich freue mich riesig, in Südwestfalen unter den Top Acht zu sein. Danke an alle, die mich unterstützt haben.

Wer hat Sie unterstützt?

Das sind so viele Menschen. Wir haben den Wettbewerb mehrfach auf Facebook mitgeteilt, der Hofstaat hat mächtig die Werbetrommel gerührt und auch die Arbeitskollegen, Familienangehörigen und Dorfbewohner in Affeln waren im Abstimmungs-Fieber. Selbst in Potsdam, wo mein Freund arbeitet, ist für mich abgestimmt worden.

Hätte Ihnen das jemand im Juli erzählt …

… dann hätte ich wahrscheinlich müde gelächelt. Denn der Entschluss von Oliver, Schützenkönig in Affeln zu werden, fiel ganz spontan. Selbst unter der Vogelstange hatte ich nicht damit gerechnet. Zum ersten Mal abgedrückt hat er erst mit dem insgesamt 94. Schuss.

Dann wären Sie ja beinahe keine Schützenkönigin geworden?

Stimmt. Zumal die Satzung noch geändert werden muss. Denn Oliver kommt zwar gebürtig aus Affeln, ist aber nach Balve gezogen. Damit er überhaupt Schützenkönig werden konnte, muss also die Satzung noch in der Generalversammlung angeglichen werden.

Warum hat Ihr Freund nicht in Balve auf den Vogel gezielt?

Er kommt gebürtig aus Affeln, hat dort viele Freunde und seinen Stammtisch.

Wie gefällt Ihnen der WP-Königinnen-Wettbewerb?

Gut. Es ist schön, dass man sich auch als kleines Dorf im Hönnetal mit großen Schützenbruderschaften messen kann und eine realistische Chance auf den Regionalpreis hat. Ich finde es auch gut, dass nicht nur per Mail, sondern auch mit Coupons abgestimmt werden kann. So können auch ältere Menschen, die nicht im Internet unterwegs sind, mitmachen.

500 Euro für ein neues Kleid und 120 Liter von Veltins für eine Hof­staatparty haben Sie bereits gewonnen.

Das ist schon viel mehr, als ich erhofft habe. Egal, wie das Finale am 19. Oktober ausgeht, mit den 120 Litern werden wir es krachen lassen.

Werden für die letzte Abstimmungsrunde bis zum 15. Oktober wieder alle mobilisiert?

Natürlich. Aber überhaupt in das Finale eingezogen zu sein, ist schon ein wunderbarer Erfolg. Was sich jetzt ergibt, wird sich zeigen. Das lasse ich ganz entspannt auf mich zukommen, denn damit sind wir bisher gut gefahren. Wer mit nicht allzu hohen Erwartungen daran geht, wird auch nicht enttäuscht.

Und sollten Sie doch das Königinnen-Finale gewinnen?

Dann reißen wir die Hütte ab.

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