Biker spenden 4 000 Euro für guten Zweck

Foto: Stefan Scherer
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Balve.. Wer mit seinem Motorrad durch Europa und Afrika reisen möchte, und zwar nicht nur auf asphaltierten Straßen, der nutzt das Sicherheitstraining der Reise-Enduristen, die heute mit ihren Maschinen in den heimischen Steinbrüchen unterwegs sind.

„Wir fahren in die Steinbrüche, um den Fahranfängern die Möglichkeit zu bieten, sich auf losem Gestein zu bewegen. Denn wenn sie in der Wüste oder aber auch auf der Insel Island, auf die wir in unserem Reisebericht eingehen, unterwegs sind, müssen sie in der Lage sein, mit einem solchen Untergrund zurecht zu kommen. Fahrpraxis ist ganz wichtig“, sagt Carsten Tacke, einer der Mitorganisatoren. Der Iserlohner und Martin Lietzt nordeten gestern Nachmittag die 80 Teilnehmer, die sich auf dem Parkplatz von Haus Recke in Binolen eingefunden hatten, auf das Training in den Steinbrüchen ein.

Ein super Angebot

Freitag und Samstag sammeln laut Carsten Tacke die Fahrer und Fahrerinnen von großen und kleinen Reise-Enduros erste Off-Roaderfahrungen. Dieses Angebot von Wupp-Enduro sieht David Wagner sehr positiv. Als er auf der Internetseite Hoennetrail.de vom Sicherheitstraining im Hönnetal erfuhr, meldete sich der Honda-Transalp-Fahrer spontan für das Familientreffen in Binolen an.

„Es handelt sich um ein Familientreffen und nicht um einen Wettbewerb“, bremsen die Veranstalter Carsten Tacke und Martin Lietzt die allzu forschen Fahranfänger schon vor dem Start aus. Und genau das findet David Wagner gut. Er ist erstmalig am Start und spricht von einem super Angebot, das sehr günstig sei.

Spaß, Teamgeist und die Begeisterung am gemeinsamen Hobby stünden am Freitag und Samstag an erster Stelle. Auch die Veranstalter seien keine Profis und daher für den einen oder anderen ungewollten Stunt immer gut. Es sei eben noch kein Meister vom Himmel gefallen, sagen die Initiatoren des Sicherheitstrainings.

Ausgangspunkt für das zweitägige Trainingslager ist das Hönnetal. Hier trafen sich am Freitagmorgen Motorradfahrer aus der gesamten Bundesrepublik. Die Biker mit der weitesten Anfahrt kamen aus Ulm und Neumünster nach Balve. Im Sauerland bietet sich ihnen die Möglichkeit, in einem Basislager zu zelten. Wer nicht ins Zelt kriechen wollte, dem stand ein Zimmer zur Verfügung.

Die im Rahmen des Hönnetrails befahrenen Geländeabschnitte sind so gewählt worden, dass sowohl für den absoluten Anfänger als auch für den fortgeschrittenen Fahrer etwas geboten wird. Bei den Sektionen handelt es sich meist um abgesperrte Steinbrüche. Es erwartete die Biker auch freies Fahren, ohne Renncharakter. „Rücksichtslose Heizer sind bei uns nicht willkommen Jeder einzelne bestimmt selbst, was er sich zutraut und was er fahren möchte“, sagt Carsten Tacke.

Obwohl alle Fahranfänger mit gut präparierten Maschinen in Binolen auftauchten, mahnten die Veranstalter: „Was jedem eigentlich klar sein sollte, aber trotzdem gesagt werden muss, es wird in den Sektionen unter anderem auf losem, steinigen und erdigem Boden gefahren, der bei Regen glatt werden kann. Die Bereifung sollte also einigermaßen Off-Road tauglich sein, so dass das Befahren der Strecken bei feuchter Witterung nicht gleich zur Rutschpartie wird. Für Schäden an den Fahrzeugen haftet ausschließlich der Halter. Deshalb bitte keinen falschen Ehrgeiz.“

Einsatz für guten Zweck

Ehrgeizig sind die Biker allerdings, wenn es um den guten Zweck geht. Denn auch beim Hönnetrail möchten Martin Lietzt und Carsten Tacke eine nennenswerte Summe für einen karitativen Zweck erwirtschaften. „Wir gehen davon aus, dass wir am Ende des Familientreffens 4 000 Euro Gewinn machen. Davon erhalten die Felsenmeer-Schule in Hemer und die Skater-Anlage in Hennen je 2 000 Euro“, sagt Carsten Tacke, der es nicht versäumte, sich bei den Sponsoren zu bedanken.

Sein Dank galt auch den Steinbruchbetreibern Rheinkalk und der Brühne-Gruppe sowie der Kreisverwaltung Lüdenscheid, die dieses Event im Hönnetal genehmigte.

 
 

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