Balver Bürger kämpfen für ihr Krankenhaus

Weihnachtsmarkt Balve 2011. Nikolaus Josef Bertsch unterschreibt für Erhalt Krankenhaus Balve bei Annette Droste-Splitt, Förderverein St.-Marien-Hospital. Balve Foto: Richard Elmerhaus
Weihnachtsmarkt Balve 2011. Nikolaus Josef Bertsch unterschreibt für Erhalt Krankenhaus Balve bei Annette Droste-Splitt, Förderverein St.-Marien-Hospital. Balve Foto: Richard Elmerhaus
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Balve.. Auf dem Balver Weihnachtsmarkt war die beabsichtigte Schließung des St.-Marien-Hospitals Mitte 2012 das alles beherrschende Thema. Dabei wurde deutlich, dass die Balver nicht gewillt sind, das Aus ihres Krankenhauses kampflos hinzunehmen.


Sowohl die St.-Sebastian-Schützenbruderschaft als auch der Förderverein des St.-Marien-Hospitals und die Balver Heimwacht wurden bereits am Sonntag aktiv. „So ruhig wie die Schließung des Krankenhauses in Wimbern abgelaufen ist, das passiert in Balve nicht. Wir werden mit Trillerpfeifen, Spruchbändern und der Präsenz von vielen Bürgern gegen das Vorhaben des Verwaltungsrates protestieren. Zudem findet eine Podiumsdiskussion unter Leitung von Graf Landsberg-Velen am nächsten Sonntag statt“, verspricht der 1. Vorsitzende der Schützenbruderschaft St. Sebastian Balve, Engelbert von Croy, der Katholischen Hospitalvereinigung im Märkischen Kreis einen harten Kampf. Er selbst wird die Lärminstrumente für die Demonstration ordern.

Wie das Ganze ablaufen soll, legten die Schützen gestern Morgen nach dem Hochamt in der St.-Blasius-Kirche fest. Sie trommelten ihren Vorstand zusammen, um unter Federführung des 1. Vorsitzenden Prinz Engelbert von Croy die Weichen für die Demonstration am kommenden Sonntag, 11. Dezember, um 15 Uhr, ab Firma TeamPortal (Garbecker Straße), zu stellen.

Heimwacht und Förderverein des St.-Marien-Hospitals sensibilisierten die Besucher des Balver Weihnachtsmarktes mit einer Unterschriftenaktion für das Krankenhaus. „Es haben spontan sehr viele Menschen unterschrieben“, konnten Werner Ahrens und Anette Droste-Splitt schon frühzeitig vermelden. „Die Aktion wird natürlich fortgesetzt. Die Unterschriftenlisten liegen seit gestern bei den Balver Fachhändlern aus“, sagt Hiltrud Schulte, Förderverein-Geschäftsführerin.

Sehr weit mit ihren Planungen ist die Schützenbruderschaft, denn sie schickt bereits am heutigen Morgen ihren Aufruf an alle Vereine heraus. , worin eine deutliche Botschaft steckt. „Schützen für den Erhalt des St.-Marien-Hospitals“, so schreibt es die Schützenbruderschaft St. Sebastian Balve seit Jahrzehnten auf ihre Schützenfestplakate und andere Veröffentlichungen.

Aktuell werde aber mehr verlangt. Das Balver Krankenhaus sei akut bedroht. Eine Schließung im kommenden Jahr werde von den Verantwortlichen nicht ausgeschlossen. „Das können wir auf keinen Fall akzeptieren. Denn das Haus ist für die Menschen in Balve, Neuenrade und Sundern im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig. Die Schließung würde unseren ländlichen Raum entscheidend schwächen und die Abwanderung der Bevölkerung beschleunigen. Von einer befriedigenden Notfallversorgung unserer Heimat kann nach einer Schließung nicht mehr die Rede sein. Wir müssen mit aller Macht widersprechen“, formulierte die Bruderschaft ihren Aufruf an die Vereine.

Zur besseren Planung bitten die Balbver Schützen um Meldung der ungefähren Anzahl der Teilnehmer per Mail an info@schuetzen-balve.de.

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