Am ersten Advent werden viele Wünsche wahr

Foto: Alexander Lück
  • Bei diesem Konzert gehört es dazu, dass sich die Zuhörer ihr Entertainment selber aussuchen können
  • Vor 150 Zuhörern lautete das Motto: „We love to entertain you“
  • Dirigent Thomas Voß lenkte den großen Klangkörper souverän und präzise durch das Programm

Langenholthausen..  Auch wenn am Sonntag gerade mal die erste Kerze auf dem Adventskranz brannte, wurden in der Langenholthauser Schützenhalle am Sonntag doch schon ganz viele Wünsche wahr – musikalischer Art, um genau zu sein

Gesang steht beim Langenholthauser Musikzug ja nicht ganz vorne im Mittelpunkt, ein wenig die Stimme erheben wollte Moderator (und Musikzug-Schlagzeuger) Marcus Engel aber doch: „Let me entertain you“, schmetterte er am späteren Sonntagnachmittag in die mit annähernd 150 Zuhörern gefüllte Schützenhalle in Andeutung an das folgende Hit-Medley von Robbie Williams. Und münzte in Richtung der Besucher auch noch den Slogan eines großen TV-Senders für dieses Wunschkonzert um: „We love to entertain you.“

Wobei es zu diesem Konzert ja dazu gehört, dass sich die Zuhörer ihr Entertainment selber aussuchen können. Gegen eine Spende gibt es dann Musik nach Wunsch aus dem reichen Repertoire des Musikzuges. Herausgekommen war auch in diesem Jahr wieder eine bunte Mischung von klassischen Märschen wie dem fetzigen „Seeteufel“ Graf- Luckner-Marsch oder „Dem Land Tirol die Treue“, bei dem die Halle dank abgedrucktem Text mit einstimmen konnte, über verträumte und wohlbekannte Walzermelodie und Filmmusik bis hin zu mitreißendem Pop. Zum Beispiel von Adele oder bereits angesprochenem Robbie Williams, dessen vielfältige musikalische Talente das Orchester stimmungsvoll abbildete: die Ohrwurm-Fanfaren aus „Let me entertain you“, das ebenso charakteristische und prägnante Bläsermotiv aus „Love supreme“, ein leichtes und beschwingt federndes „Road to Mandalay“ und schließlich die ganz weich aus der Tiefe emporsteigende Melodie der Ballade „Angel“. Jubelrufe waren der Lohn dafür.

Blumen für Carolin Rath

Ebenso begeisterte Forderungen nach einer Zugabe schon während eines Konzertes sind ja weniger üblich, machten am Sonntag aber auch Sinn. Denn fünf Nachwuchsmusiker der Spielleute, unterstützt von ein paar Älteren, hatten mitten im Programm ihren Auftritt, unter anderem mit dem wunderschön bedächtigen und zarten Choral „Morning prayer“. Viel Applaus und Blumen gab es da auch für Carolin Rath, die diesen Auftritt einstudiert hatte. Zu den einzelnen Titeln verlas Marcus Engel auch die Namen der Wünschenden.

Visuelle Aufmerksamkeit

Für die bekannten Winnetou-Melodien bis zum anrührenden Trauermarsch für den sterbenden Indianerhäuptling hätte der Moderator die Zuhörer in der Schützenhalle ja gerne zum Schließen der Augen und imaginären Entlangreiten am Silbersee aufgefordert, der parallel abgespielte Film – nach überwundener Bockigkeit der Technik – erforderte aber auch visuelle Aufmerksamkeit.

Disneys bekannteste Filmmelodien und die grandiose Bette-Midler-Ballade „The rose“ luden noch ein weiteres Mal zum Träumen ein, während Musikzug-Dirigent Thomas Voß - zum ersten Mal in dieser Funktion übrigens beim Wunschkonzert - den großen Klangkörper souverän und präzise durch das Programm lenkte.

 

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