92 Prozent fahren zu schnell auf Arnsberger Straße in Beckum

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Beckum..  Kaum ist das neu angeschaffte Geschwindigkeits-Display auf der Arnsberger Straße in Beckum angebracht worden, liefert es besorgniserregende Ergebnisse. Denn wer zuletzt dachte, das vor wenigen Wochen mit Hilfe von Sponsoren gekaufte Gerät funktioniere nicht, sah sich getäuscht. Stattdessen stand eine „versteckte Messung“ an, die den Beckumern aber die Sorge vor schweren Unfällen mit Spaziergängern nicht nehmen kann. Im Gegenteil: „Fast 92 Prozent fahren dort zu schnell“, sagt Ortsvorsteherin Julia Jost, die die Zahlen an den Märkischen Kreis und Landrat Thomas Gemke übermitteln will.

Fast 92 Prozent – „da muss man schon schlucken“, sagt Julia Jost, die sich wie die Anwohner der Arnsberger Straße wünscht, dass die Politik handelt, ehe etwas Schlimmes passiert. Möglichkeiten zu geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen gebe es genug: Eine durchgezogene Linie, damit es am Ortseingang Beckum nicht noch zu riskanten Überholmanövern kommt, eine Verkehrsinsel, Straßenmarkierungen, auf denen extra groß Tempo 50 angezeigt werden, und nicht zuletzt Geschwindigkeitskontrollen auf der Bundesstraße, die 10 000 Fahrzeuge pro Woche entweder nach Hövel oder nach Balve befahren.

Gerast wird am Ortsausgang

Dass beim Blitz-Marathon einmal mehr in Volkringhausen auf der Mendener Straße und in Sanssouci geblitzt wurde, aber nicht auf der Arnsberger Straße in Beckum, verwundert Ortsvorsteherin Julia Jost. „Wir hätten uns das gewünscht.“ Zwar stehe ein mobiles Fahrzeug oftmals am Feuerwehrhaus, gerast werde aber meist nicht dort, sondern am Ortsausgang Richtung Hövel.

Ausgewertet sind die Messergebnisse des Geschwindigkeits-Displays im Wert von 2000 Euro an der Grundschule in Beckum. Die gute Nachricht: Im Schnitt wird 31 Stundenkilometer und damit rücksichtsvoll gefahren. Die höchste Geschwindigkeit lag aber bei 65 km/h vor dem schulischen Gebäude.

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