Zum Anfassen und Mitmachen

Daumen hoch für „KulturAlarm“ (von links): Anna von Canstein, David Volle und Inga Münstermann.
Daumen hoch für „KulturAlarm“ (von links): Anna von Canstein, David Volle und Inga Münstermann.
Foto: WP
Alarm – „KulturAlarm“! Mit diesem Weckruf möchten sieben junge Arnsberger ihre Mitmenschen sensibilisieren und mobilisieren. In Sachen „Kultur“ – ein Begriff, mit dem viele angeblich nichts anfangen können; obwohl er doch eigentlich enorm vielschichtig ist.

Arnsberg. „Wir möchten allen Arnsbergern Kultur anbieten, zum Anfassen, zum Mitmachen, so, das jeder etwas damit anfangen kann“, beschreibt Anna von Canstein die Intention der Gruppe „KulturAlarm“. Dazu gehören neben ihr noch Inga Münstermann, Miriam Halisch, Heidi Thiel, David Volle, Jan Freesen und Raphael Röhrig.

Alle Anfang, Mitte 20, alle aus Arnsberg, alle kulturinteressiert und alle engagiert. Was hat sie zusammen geführt? „Wir kannten uns bis vor einigen Monaten nicht wirklich“, erzählt Inga Münstermann, „der ein oder andere flüchtige Kontakt, mehr nicht.“ Doch dann startete die Stadt ihr Projekt „Generation Zukunft“ (wir berichteten). In zahlreichen Workshops wurden noch zahlreichere Ideen gesammelt – einer der vier Themenbereiche beackerte das Feld „Kultur“. „Wir fanden uns bei diesem Projekt zusammen und verfolgen die Idee, Veranstaltungen im Arnsberger Raum zu organisieren und durchzuführen“, heißt es auf der facebook-Seite der „Glorreichen Sieben“ – verfolgen, wohl ­gemerkt, nicht verfolgten. Denn nach Abschluss des städtischen Projektes war für die Gruppe nicht Schluss – ganz im Gegenteil: „Damit die Ideen nicht verloren gehen, gaben wir uns einen Namen – KulturAlarm – und freuen uns zu­sammen mit euch auf weitere Veranstaltungen“, lautet die Botschaft der „Alarmschläger“ an ihre Stadt!

Einige Ideen bereits umgesetzt

Einige Ideen wurden inzwischen bereits umgesetzt; im Arnsberger Jugendbildungszentrum gab es einen „Sommerklang“, und „OpenStage“ hieß es vor einiger Zeit im Sauerlandtheater.

Vor ­allem ­die „offene Bühne“ kam sehr gut an, keine Überraschung also, dass es am Donnerstag, 18. Dezember, zur Neuauflage kommt, „OpenStage 2.0“ heißt es dann an 19 Uhr, dieses Mal in der KulturSchmiede. Auf die Beine stellen die sieben ehrenamtlichen KulturAlarm-Macher ihre Events übrigens mit Unterstützung des Arnsberger Kulturbüros. Dort ist man vom Engagement der Truppe so angetan, dass prompt die Nominierung für „Junges Engagement“ erfolgte. Engagement ist aber auch von anderer Seite gefragt: „Wir ­wollen Künstler nach vorne bringen – aus dem stillen Kämmerlein ins Rampenlicht“, sagt Anna von Canstein, „dafür müssen sie sich ­allerdings bei uns melden.“ Und reichlich Publikum ist ebenfalls vonnöten. „Meckern, wenn nichts los ist, heißt doch zwangsläufig, wenn was los ist – geht auch hin“, hoffen die Sieben, ihr Publikum nicht erst anschieben zu müssen.

Und wer sich zum Mitmachen berufen fühlt? „Kein Problem, einfach melden“, meint David Volle, selbst als Schlagzeuger einer Band aktiv, „toll wären Beziehungen zur heimischen Kulturszene...“

 
 

EURE FAVORITEN