Wenn das alte Handy Schrott wird

Handyschrott
Handyschrott
Foto: WR
Wenn das alte Handy nichts mehr taugt, wird es zum Sondermüll. Die Abfallberatung der Stadt Arnsberg bittet um sach- und fachgerechte Entsorgung des Elektroschrotts.

Arnsberg..  In vielen Haushalten lagen wieder allerlei technische Geräte unter dem Weihnachtsbaum. Das Handy ist schnell überholt, ein neues musste her. Was gestern noch das Smartphone der Zukunft war, wird zum Auslaufmodell. Die Folge: Viele Geräte werden ausrangiert, obwohl sie noch gut erhalten und funktionstüchtig sind. Sie werden teilweise weiterverkauft oder verschenkt. Oder aber sie werden zum Elektroschrott. Aber wie entsorgt man die Geräte richtig, die man einfach nur loswerden möchte? In Arnsberg gibt es viele Möglichkeiten für eine ökologisch saubere Entsorgung.

„Elektrogeräte dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden, sondern getrennt gesammelt werden“, betont die Abfallberatung der Stadt Arnsberg. Dies schreibt das bereits im Jahre 2006 in Kraft getretene Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) vor. „Obwohl das Gesetz schon seit acht Jahren gilt, gibt es hier offensichtlich immer noch Verunsicherungen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern“, erklärt Stadtsprecherkin Stephanie Schnura. Dies zeige sich immer wieder bei Fragen direkt an das Wertstoffbringhofpersonal. Dabei gilt die kostenlose An-nahme sowohl für Klein- als auch für Großgeräte. Dazu gehören zum Beispiel Bügeleisen, Kaffeemaschinen, Rasierer, Stereoanlagen, Toaster, MP3-Player, Handys oder Kühl- bzw. Gefriergeräte, Geschirrspül- und Waschmaschinen, Trockner, Fernseher, Monitore oder Computer und ähnliches.

„Problematisch sind die mittlerweile in vielen Geräten anzufindenen Lithiumbatterien und -zellen“, so die Abfallberatung der Stadt Arnsberg. Diese können bei unsachgemäßem Gebrauch große Schäden hervorrufen. Eine beschädigte Lithiumbatterie kann im schlimmsten Fall explodieren oder einen Brand verursachen. Keinesfalls darf eine beschädigte Lithiumbatterie mit Wasser in Kontakt kommen. Für Lithiumzellen, die im Gerät fest verbaut und umschlossen sind, gilt, dass die Zelle durch das Gerät gleichwertig geschützt ist.

Akku bei Entsorgung sichern

Allerdings ist sicherzustellen, dass der Schutz der Akkus durch das Altgerät während der Sammlung und des Transports erhalten bleibt, das Gerät darf also nicht im Zuge der Erfassung oder des Transports zerstört werden mit der Folge, dass der Akku freigelegt wird. „Bei der kostenlosen Abgabe beim Wertstoffbringhof ist daher vom Besitzer des Gerätes beim Personal anzugeben, dass das Gerät eine Lithiumbatterie oder -zelle enthält“, sagt die Abfallberatung. Eine Verbringung des Gerätes in den entsprechenden Container hat schonend zu erfolgen. „Keinesfalls darf das Gerät hineingeworfen werden“, so die Experten von der Abfallentsorgung.

Lithiumbatterien, die nicht vom Altgerät umschlossen sind, sollen von den Besitzern spätestens beim Wertstoffbringhof vom Altgerät getrennt und an der separaten Batteriesammlung bei der Sonderabfallannahmestelle abgegeben werden. „Besitzer von Elektroaltgeräten, die sich unsicher sind, ob das Gerät eine Lithiumbatterie enthält, sollten sich im Zweifel immer direkt an das Personal des Wertstoffbringhofes wenden“, bittet die Stadt. Das geschulte Personal helfe dann gerne weiter und sorgt für die ordnungsgemäße Trennung von Batterie und Gerät beziehungsweise die gefahrlose Einsortierung in Gitterbox oder in den Container.

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