Verfahren wird wieder aufgenommen

Arnsberg.  Der Unternehmer Thomas Ebel verlor beim Unglück seine Frau (34), seinen Sohn (5), seine Mutter (72) und seinen Neffen (15). Ein damals vierjähriger Sohn, eine Nichte (7) und die damals 16 Monate alte Tochter Maya überlebten.

Bestattungskosten hat der Sohn des verstorbenen Piloten als beklagter Erbe bereits nach gerichtlicher Klärung übernommen. Zu Vergleichen kam es bei Schmerzensgeldforderungen von 15 000 Euro für die überlebenden Passagiere (außer Maya) und 10 000 Euro die verstorbenen Familienmitglieder.

Das Schmerzensgeldverfahren für Maya wurde vom Landgericht Arnsberg in Absprache mit beiden Parteien zurückgestellt, bis der Abschlussbericht der Flugunfalluntersuchung vorliegt. „Nun wird es weiter gehen“, sagt Ebel-Anwalt Wolfgang Lürbke. Im Raum stehen Summen bis zu einer halben Million Euro.

Geklagt wird auf den Anspruch bis Klageerhebung. Im Detail heißt das: Auch nach einem Urteil könnte es weitere Klagen geben, die sich auf die künftigen „Schmerzen“ und Beeinträchtigungen durch nötige Operationen und Therapien des Mädchens beziehen. „So etwas kriegen wir nicht verglichen“, so Lürbke. Körperliche Einschränkungen und Lähmungen werden Maya immer begleiten. Kognitive Langzeitschäden sind heute noch nicht absehbar.

 
 

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