Umarex sieht sich mit Ermittlungen gegen Tochter konfrontiert

Arnsberg/Ulm..  Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt weiterhin gegen ein Tochterunternehmen der Arnsberger Umarex-Gruppe mit Verdacht auf Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz. Konkret geht es um den Vorwurf nicht genehmigter Waffenexporte nach Kolumbien.

Die Staatsanwaltschaft bestätigt das schon seit über einem Jahr laufende Verfahren gegen die Umarex-Tochter Carl Walther (Ulm), das durch eine 2014 gestellte Anzeige der „Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel“ eingeleitet wurde. „Es ist ein laufendes Verfahren, zu dem ich keine weitere Auskunft über durchgeführte Maßnahmen oder Durchsuchungen geben kann“, sagt Staatsanwältin Claudia Krauth.

Der Vorwurf: Ins Bürgerkriegsland Kolumbien sollen Waffen gelangt sein, die möglicherweise auch von Arnsberg aus auf die Reise geschickt worden sein können. Die „Aktion Aufschrei“ spricht von Tötungsdelikten mit Walther-Waffen und illegalem Export nach Kolumbien. Dort sollen auch Walther-Pistolen von Dritten verkauft werden. Vermutet wird von „Aktion Aufschrei“ ein Umgehungsgeschäft.

Walther: „Nehmen Vorwürfe ernst“

Umarex verweist ebenfalls auf das laufende Verfahren, schickte unserer Zeitung aber eine Stellungnahme von Carl-Walther-Geschäftsführer Alexander Lenert aus Ulm. Er koordiniert vor Ort die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart. „Die gegen Carl Walther erhobenen Vorwürfe nehmen wir sehr ernst“, sagt Lenert. Das Unternehmen arbeite bei der Aufklärung eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen. „Uns liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass es ein Umgehungsgeschäft bei Carl Walther gegeben hat“, sagt Alexander Lenert.

 
 

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