Stuttgart-Profi Ginczek setzt Zeichen gegen Ausgrenzung

Fußballprofi Daniel Ginczek ist nun Pate an seiner alten Grundschule.
Fußballprofi Daniel Ginczek ist nun Pate an seiner alten Grundschule.
Foto: WP
Die Grundschule Moosfelde ist jetzt offiziell „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“. Fußballprofi Daniel Ginczek (VfB Stuttgart) ist Projektpate an seiner alten Schule.

Moosfelde.. Mit ihrer Hymne begrüßen die Grundschüler aus Moosfelde ihre Gäste. Ein Lied über Fußball, bunte Vielfalt der Kulturen und Respekt - passend zur offiziellen Ernennung zu einer „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“, und passend zum Besuch ihres neuen Schul- und Projektpaten. Daniel Ginczek, in Moosfelde großgewordener Fußballprofi des VfB Stuttgart, will die Kinder bei ihrem Einsatz gegen Diskriminierung und Ausgrenzung unterstützen.

Lange ließ er sich nicht bitten, als Pate für das Projekt bereitzustehen. „Es ist wichtig, dass wir alle gleich behandeln, egal wo einer herkommt, egal wie jemand aussieht!“, sagt Ginczek den Schülern, „wir müssen uns da alle noch viel mehr einbringen!“. Das tut er jetzt an seiner alten Schule. Zur Freude der Kinder, die „ihren Daniel“ kaum erwarten konnten. Enttäuscht hat er sie mit seinem herzlichen und nahbaren Auftritt nicht.

„Mobbing wegen Hautfarbe und Herkunft beginnt früh"

Das Fußball-Lied mit seiner Botschaft ist Programm in der Grundschule Moosfelde, die so viele unterschiedliche Nationalitäten wie wohl kaum eine andere Schule der Stadt unter einem Dach unterrichtet. Elke Koßmann ist eine der Sozialpädagoginnen an der Schule, die das Projekt „Schule ohne Rassismus“ vorantrieb. Um sich hat sie auch eine Schülergruppe versammelt, die sich als „Anti-Rassismus-Team“ engagieren. „Es ist wichtig, bei allen Formen von Diskriminierung schon früh hinzuschauen“, sagt sie, „Mobbing wegen Hautfarbe und Herkunft fängt nicht erst an weiterführenden Schulen an“.

Die Moosfelder Grundschule setzt sich mit dem Thema auseinander, sensibilisiert ihre Schüler. Julia Kilian vom Projektverein überreichte beim kleinen Fest auf dem Schulhof die Urkunde und das Schild „Schule ohne Rassismus. Schule mit Courage“.

Und dann wurde gefeiert. Daniel Ginczek ließ ein VfB-Trikot und einen Ball verlosen. Der Profi kickte mit den Kindern und stellte sich einem Torwandschießen. Die Torwand hatte die Schule vor einem Jahr beim von unserer Zeitung organisierten sport-pädagogischen Projekt „Grundschul-WM - Kinder entdecken die Welt“ gewonnen. Auch hier hatten sich die Moosfelder beeindruckend als eine Schule präsentiert, die die Herausforderungen der Vielfalt aktiv annimmt.

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