Sprachkompetenz frühzeitig fördern

Neheim.  „Was ein Kind in den ersten Jahren seines Lebens erlebt, ist entscheidend für seine Zukunft“, sagt Silke Zander, Leiterin der Kindertagesstätte Zwickel-Zwackel. Hier setzt die Einrichtung in Zukunft mit dem Projekt „Griffbereit“ bei ihren kleinsten Gästen im Alter zwischen einem und drei Jahren an. Seit der vergangenen Woche lernen nämlich Mütter immer montags unter Anleitung einer „Elternbegleiterin“, wie sie die Sprachkompetenz ihrer Kinder durch kleinkindgerechte Aktivitäten fördern. „Wir möchten dazu beitragen, beste Voraussetzungen für eine optimale Entwicklung der Kinder zu schaffen“, so Zander.

Das Kommunale Integrationszentrum für den Hochsauerlandkreis entwickelte das Konzept hinter „Griffbereit“. Im Projekt lernen die Eltern, wie sie die Sprachentwicklung ihrer Kleinen begleiten und spielerisch fördern können. Dabei soll nicht nur der Umgang mit der deutschen Sprache im Fokus stehen, „Griffbereit“ vermittelt Müttern mit Migrationshintergrund auch das nötige Handwerkszeug, um die eigene Muttersprache an Kinder weiterzugeben.

Die Bürgerstiftung Arnsberg fördert das offene Projekt mit 2000 Euro. „Was uns an diesem Projekt gefällt, ist der frühe Ansatz, Familien mit Migrationshintergrund zu stärken“, sagt Petra Schmitz-Hermes von der Stiftung. Bisher nehmen Familien aus Russland, Polen, Deutschland und Serbien teil.

 
 

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