Sohn des Piloten verklagt

Der tragische Flugzeugabsturz eines kleinen Charterflugzeuges im August 2013 nahe Wickede-Wimbern hatte nun auch ein zivilrechtliches Nachspiel vor dem Arnsberger Landgericht.

Arnsberg.. Die Tochter eines Opfers hatte den Sohn des bei dem Unglück ebenfalls verstorbenen Neheimer Piloten auf Übernahme der Bestattungskosten in Höhe von 7000 Euro verklagt. Wie Gerichtssprecherin Nina Niehaus gestern auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, gab die 2. Zivilkammer des Landgerichts der Klage in vollem Umfang statt. Das Urteil wurde am Freitagmorgen verkündet.

Bei der Tragödie vor eineinhalb Jahren waren fünf Menschen ums Leben gekommen - darunter vier aus einer Arnsberger Unternehmerfamilie. Geklagt hatte nun die Tochter des ältesten Absturzopfers - einer damals 72-jährige Frau. Der Anspruch auf Übernahme der Bestattungskosten, so Nina Niehaus, sei mit dem Absturz entstanden und konnte daher auch gegen den Erben des Piloten geltend gemacht werden.

Bisher einziges Verfahren

Die Gerichtssprecherin wollte nicht ausschließen, dass das Urteil auch Signalwirkung auf etwaige weitere Ansprüche haben könnte. „Uns wurden aber bislang keine weitere Verfahren in dieser Sache angekündigt“, so Nina Niehaus.

Keine Aussage lässt das Urteil darüber zu, ob der Erbe des Piloten die Bestattungskosten selbst aufzubringen hat oder eine Haftpflichtversicherung einspringt. Aktuell liegt noch kein abschließender Untersuchungsbericht des Luftfahrtbundesamtes über die Umstände des Absturzes vor. Zwischenberichte gehen aber davon aus, dass der Maschine kurz vor der Landung in Echthausen der Treibstoff ausgegangen sei.

 
 

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