Severin kann den Umsatz wieder steigern

Sundern/Frankfurt..  Wer Severins Messestand in Frankfurt besucht, ist über die nur kleine Standfläche von 36 qm überrascht. Bei einem Unternehmen, das weltweit 1800 bis 2000 Mitarbeiter beschäftigt, davon mehr als 300 in Sundern, denkt man an einen deutlich größeren Stand. „Den hätten wir auch gern gehabt, doch wir konnten in der von uns bevorzugten Halle 3.1 nur diese kleine Fläche bekommen. Im nächsten Jahr wollen wir deutlich größer sein“, berichtet Severin-Pressesprecher Sebastian Plothe.

Severin war 2008 das letzte Mal auf der Messe Ambiente und legte danach den Fokus auf die Internationale Funkausstellung (IFA) in Berlin, wo es auch einen großen Bereich für Hersteller von Haushalts-Elektrogeräten gibt. Die Erfahrung zeigte aber, dass Severin auf das deutlich internationalere Publikum in Frankfurt doch nicht verzichten möchte und daher künftig sowohl auf der Ambiente als auch auf der IFA ausstellen wird. Den Platzvorteil als langjähriger Aussteller in Frankfurt hatte Severin aber verspielt und musste sich nun erst mal mit einem kleinen Stand in der bevorzugten Halle 3.1 begnügen.

Geschäft mit Industrieanwendungen

Mit der wichtigsten Nachricht am Messestand wartete Sascha Steinberg, Leiter Produktmarketing bei Severin, auf: „Die Umsatzkurve bei Severin zeigt wieder bergauf. Unsere neuen Produkte sind gefragt. Die aktuellen Bestellungen liegen über den Planungen.“ Severin musste in der Vergangenheit aufgrund magerer Umsatzzahlen die Beschäftigtenzahl in Sundern von 387 Mitarbeitern im Jahr 2012 um 52 auf 335 Beschäftigte (30. Juni 2013) reduzieren. Zum Thema „Künftige Personalentwicklung am Sunderner Stammsitz“ wird unsere Zeitung im Laufe dieser Woche die Geschäftsleitung befragen.

Schon in der Vergangenheit erwiesen sich Industrieanwendungen von Severin für andere Firmen als umsatzträchtig. „Wir haben für ein namhaftes Unternehmen einen Kapselautomaten bzw. für einen anderen großen Betrieb einen Kaffeevollautomaten für türkischen Kaffee entwickelt und gefertigt. Der Vertrieb läuft dann über die jeweiligen Betriebe“,l erklärt Steinberg und fügt an, dass Severin bei Indus-trieanwendungen auch künftig gut im Geschäft sei.

Bei den auf der Ambiente gezeigten Produktneuheiten setzt Severin auf trendig gestaltete Smoothie Maker (Mixgeräte), bei denen das Mixgefäß abnehmbar und somit transportabel ist. Viel Wert legt Severin auf die Vernetzung der Produkte mit neuen Medien: So ist der Kaffeevollautomat Piccola mit einem QR-Code fürs Smartphone ausgestattet. Beim QR-Code sind nicht nur Produkt-Infos, sondern z. B. auch Rezept-Tipps hinterlegt. Dies soll es auch für Smoothie Maker geben. Auf der Messe präsentierte Severin außerdem in Kooperation mit dem Kochgeschirr-Hersteller Elo ein „Chat-Cooking“. Dabei gab es per Video übertragene Kochvorführungen, in denen Smartphone-Nutzer mit den Köchen chatten konnten.

 
 

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