Rat stimmt für Prüfung des Landsrechnungshofes

Gestern wurde am Regionale-Projekt in Amecke die neue Verschwenkung asphaltiert.
Gestern wurde am Regionale-Projekt in Amecke die neue Verschwenkung asphaltiert.
Foto: WP Ted Jones
Die letzte Ratssitzung des Jahres 2013 wird lange in Erinnerung bleiben: Auch wenn der Tag sonnig vor tiefblauem Himmel war, über dem Rathaus hängen schwarze Wolken. Die Auswirkungen der Insolvenz der Stadtmarketing-Tochter Sorpe Projekt GmbH sind noch völlig offen.

Sundern..  Die letzte Ratssitzung des Jahres 2013 wird lange in Erinnerung bleiben: Auch wenn der Tag sonnig vor tiefblauem Himmel war, über dem Rathaus hängen schwarze Wolken. Die Auswirkungen der Insolvenz der Stadtmarketing-Tochter Sorpe Projekt GmbH sind noch völlig offen. Das wurde auch gestern in den unterschiedlichen Redebeiträgen der Ratssitzung klar, die Transparenz und Fakten forderten.

Noch konnte Bürgermeister Detlef Lins wenig zum aktuellen Stand sagen: „Ich kenne noch nicht einmal den Insolvenzberater, der vom Amtsgericht eingesetzt wurde.“ Er legte dar, dass die Insolvenz durch eine Überschuldung ausgelöst und der Antrag am Mittwoch beim Amtsgericht gestellt wurde. Schon die ganze Woche waberten Gerüchte durch Sundern, es gab Fraktionssitzungen und auch eine Aufsichtsratssitzung der Stadtmarketing eG am Mittwoch.

Mit dieser weiteren Insolvenz setzt sich der Domino-Effekt, der mit der Insolvenz der Golfsport GmbH im August begann und dem die Gastwelten GmbH vor drei Wochen folgte, weiter fort. Wichtig ist jetzt offensichtlich für alle Beteiligten einen Flächenbrand zu vermeiden.

In öffentlicher Sitzung alles klären

Der Bürgermeister sicherte zu, dass er den „maximalen Weg“ an Aufklärung gehen will. Er will dem Vorschlag der FDP nachgehen, und eine Sondersitzung des Rates mit beiden Gesellschaften und den Insolvenzberatern in den nächsten drei Monaten erreichen: „Ich kläre ab, ob das in öffentlicher Sitzung geht.“ Die Zustimmung des Rates erhielt er dazu bei zwei Enthaltungen. Einstimmig fiel dagegen das Votum aus, nochmals beim Landesrechnungshof eine begleitende Prüfung für Gastwelten und Sorpe Projekt zu erreichen. Diesen Vorschlag hatte nochmals Michael Stechele von der SPD eingebracht. Er möchte vor allem alle Verträge und Absprachen kennen lernen.

In Sachen Sorpe Projekt soll alles möglichst schnell passieren, um für die weitere Umsetzung der Regionale handlungsfähig zu bleiben. „Behördlicherseits wird Aufklärung erfolgen, auch bezüglich der Muttergesellschaft“, erkläre Lins zur Insolvenz der Sorpe Projekt, die eine enge Verzahnung mit den Projekten in Amecke vorsieht (siehe Infobox): „Es gibt dort viele Schnittpunkte mit der Stadt, dazu gehört auch ein Ringtausch von Grundstücken, an dem sechs Partner beteiligt sind.“ Wegen der enormen Komplexität des Tausches habe es das Liegenschaftsamt noch nicht geschafft, die Ergebnisse notariell beglaubigen zu lassen: „Im Sommer konnte niemand ahnen, dass heute ein Partner ganz ausfällt“, meinte Lins dazu.

Verschwenkung betroffen

Die Probleme für die Stadt Sundern seien zu gravierend: „Wir müssen sie jetzt so schnell wie möglich beseitigen.“ Deshalb sollen in einem Gremium mit allen beteiligten Partnern alle anstehenden Dinge besprochen werden. Auch in diesem Fall geht es um Verträge und anstehende Forderungen. Nachgefragt, welche konkreten Auswirkungen die Insolvenz habe, antwortete Lins: „Es geht vor allem um die Verschwenkung der Landstraße. Dort wird Gelände der Sorpe Projekt GmbH tangiert.“ Es habe im Vorfeld natürlich einen Bauerlaubnisvertrag gegeben. Als vordringlichste Aufgabe müsse geklärt werden, wo der größte Mehrwert zu erzielen sei. Dazu wird der Hauptausschuss in Kürze tagen.

 
 

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