„ProBe“ will sich mit Landesprogramm verknüpfen

Foto: WR

Arnsberg.  Das Arnsberger Berufsorientierungs-Projekt „ProBe“ ist vorerst nur für das Jahr 2013 in seiner Finanzierung und Durchführung gesichert. „Danach wissen wir erst einmal nicht, wie es weitergeht“, sagt Petra Schmitz-Hermes von der Bürgerstiftung Arnsberg.

Hintergrund ist eine Neuorientierung im Land NRW zur Ausgestaltung der Berufsorientierung. Das neue Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ soll nach einer Pilotphase mit sieben Kommunen flächendeckend eingeführt werden. „Wir müssen jetzt schauen, wie wir das mit unserem erfolgreichen Projekt verknüpft kriegen“, sagt Petra Schmitz-Hermes.

Bereits bestehende Elemente der schulischen Berufsorientierung, so äußerte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft erst in dieser Woche in Siegen gegenüber unserer Zeitung, sollen ausgebaut und optimiert werden. Gänzlich neu jedoch ist, dass die Aktivitäten der Schulen und der Betriebe nun über eine kommunale Einrichtung gesteuert werden sollen. Diese soll den Austausch aller beteiligten Akteure fördern und als Vermittler auftreten. Dieses Konzept, das im Siegerland zurzeit aufgebaut wird, soll bis spätestens Ende 2019 NRW-weit Realität sein.

Schmitz-Hermes würde sich wünschen, wenn in einem neuen landesweiten Projekt die Schulen und Städte einen großen Freiraum zur Gestaltung ihrer Berufsorientierungsmodelle hätten. So ließen sich insbesondere in Arnsberg die Standortvorteile mit Gemeinschaftslehrwerkstatt, Handwerkskammer und Berufsbildungszentrum und das schon aufgebaute Netzwerk ausspielen. Profitieren davon könnte auch die Qualität der geplanten Sekundarschulen. „Hier sehe ich uns mit ProBe als wichtiger Partner“, sagt Petra Schmitz-Hermes.

Am Ende wird es um Geld gehen: Das ProBe in Arnsberg kostete 180.000 Euro in 2012, für 2013 wird ein Bedarf von 140.000 Euro vorausgesetzt. 55.000 Euro davon kommen von der Arbeitsagentur, 31.000 Euro von der Bürgerstiftung und der Rest u.a. von Stadt, Kreis und Land.

 
 

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