Orgel der Christuskirche präsentiert sich sauber und „tiefer gelegt“

Orgelbaumeister Ingo Bubendorfer aus Werl an der Orgel in der Christuskirche
Orgelbaumeister Ingo Bubendorfer aus Werl an der Orgel in der Christuskirche
Foto: WP

Neheim.. „Tiefer gelegt“ präsentiert sich künftig die Orgel der Neheimer Christuskirche in der Burgstraße. Dieses Attribut bezieht sich allerdings nur auf die Oktaven, deren Klang nun weniger schrill ins Ohr der Kirchgänger dringt. Verdienst des Orgelbaumeisters und Restaurators Ingo Bubendorfer. Seit Anfang Mai hat der für das Werler Traditionsunternehmen Gebrüder Stockmann tätige Fachmann das Klanginstrument gründlich überarbeitet - am Montag konnte er „Vollzug melden“.

Zum ersten Mal in ihren 31 „Dienstjahren“ wurde die Orgel gründlich gesäubert... Eigentlich sei das alle 20 Jahre vorgesehen, berichtet Bubendorfer, der drei Wochen lang fast alle Einzelteile ausgebaut, gründlich gereinigt und anschließend wieder eingebaut hat. Letzteres allerdings mit Veränderungen: „Wir haben Register umgestellt, einige Holzpfeifen und eine ‘Posaune im Pedal’ ergänzt, um den Klang zu verändern und zu verbessern“, so der Meister. Die einst im neobarocken Klangstil gebaute Orgel war zuletzt bei vielen Organisten nicht mehr populär. „Jetzt ist die Klanglichkeit modernen Gegebenheiten angepasst - und das Instrument eines der attraktivsten im Kirchenkreis Arnsberg“, bilanziert der Werler.

Sehr zur Freude der Evangelischen Kirchengemeinde Neheim, die dafür 46.000 Euro aufbringen muss. „Knapp 19.000 Euro zahlt die Gemeinde selbst, gut 27.000 Euro ­kommen vom Förderkreis ‘Stiftung Evangelische Christuskirche Neheim’ “, rechnet Dr. Udo Arnoldi vor. „Keine Kirchensteuern, reine Spendenbereitschaft“ lobt der Pfarrer das Engagement vieler Neheimer. Die Kollekte des Jägervereins zum Beispiel fließt in die Orgelrenovierung, der Projektchor hilft ebenfalls mit.

Pünktlich zum 150-jährigen Jubiläum der Christuskirche präsentiert sich die alte Orgel also mit neuem Klang; sicher auch sehr zur Freude der Gottesdienstbesucher, die nicht mehr so hoch mitsingen müssen.

Aber nicht nur „was fürs Ohr“, auch „was fürs Auge“ gibt es zum Geburtstag des Gotteshauses: Die Realisierung der seit Längerem geplanten Außenbeleuchtung für die Kirche ist in trockenen Tüchern. Denkmalbehörde - die Kirche steht seit 1983 unter Denkmalschutz - und alle weiteren Entscheidungsträger haben zugestimmt. „Die nötige Technik wird in Kürze installiert, spätestens im Herbst wird die Kirche mit Bodenleuchten angestrahlt“, ­berichtet Presbyter Werner Geue.

 
 

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