Null Prozent für CDU in Hüstener Wahllokal138 wählten in Arnsberg und Sundern „Die Partei“

Die Wahlplakate müssen bis zum 30. September aus dem Stadtbild verschwunden sein.
Die Wahlplakate müssen bis zum 30. September aus dem Stadtbild verschwunden sein.
Foto: WP Ted Jones

Arnsberg/Sundern.  Das große Aufräumen nach der Bundestagswahl: Etwas traurig zog Friedhelm Walter am Montagmorgen über den Arnsberger Steinweg und montierte die Wahlplakate für seine FDP ab. Der Kreistagsabgeordnete ist Mitarbeiter im Wahlkreisbüro von Hans-Werner Ehrenberg. Das ist bald Geschichte: Der Sunderner Ehrenberg verliert sein Bundestagsmandat.

Seine FDP ist raus und er selbst holte als Direktkandidat im Hochsauerlandkreis nur 1,92 Prozent. Nicht besser lief es für Ehrenberg im Stadtgebiet Arnsberg (1,92%). Angesichts der Verluste gegenüber 2009 war es kein Trost, dass er in seiner Heimatstadt Sundern immerhin 3,35% der Erststimmen gewann. Friedhelm Walter gibt sich kämpferisch. „Ich bin Liberaler aus Überzeugung“, sagt er. Die Zweitstimmen-Kampagne der FDP als Mehrheiten-Beschaffer für Angela Merkel habe er nicht für gut gehalten. Sagt es, und packt seine Wahlplakate ins Auto. 250 Stück hatte er im HSK verteilt.

Die Strahlemänner auf den Wahlplakaten müssen weg. Bis zum 30. September müssen sie von allen Flächen in der Stadt Arnsberg geräumt sein. So war es schon zuvor in der Genehmigung den Parteien mitgeteilt worden.

Dirk Wiese hat es geschafft

Für Dirk Wiese (SPD) hat sich das Strahlen gelohnt. Er verpasste zwar das HSK-Direktmandat, erfuhr aber um 5.50 Uhr am Montag früh, dass er über den Listenplatz in den Bundestag einzieht. Er ist direkt nach Berlin aufgebrochen.

Die Wahlleitungen in den Städten Arnsberg und Sundern hatten am Montagmorgen noch Nacharbeiten zu leisten. Die Ergebnisse der Niederschriften aus den Wahllokalen mussten mit den veröffentlichten Schnellmeldungen abgeglichen werden, ehe das amtliche Ergebnis der Städte an den Hochsauerlandkreis gemeldet wurde.

Die Null steht nicht mehr

Nachgucken lohnt sich: Am Sonntagabend stutzte unsere Zeitung über ein Ergebnis im Wahllokal Realschule Hüsten II. Vermeldet wurden Null Prozent für die CDU und 44 Prozent für die FDP. Die Redaktion rief bei der Stadt Arnsberg an, wo der Eingabe-Fehler beim Öffnen der Niederschrift prompt entdeckt und korrigiert wurde. „Null Prozent war ja ein wenig unrealistisch“, so Elmar Kettler, Sprecher der Stadt Arnsberg. Ansonsten lief alles reibungslos. „Das war ein schöner Test für das Frühjahr“, so Kettler. Am 25. Mai 2014 finden die Europa-, Kreistags- und Stadtratswahlen gleichzeitig statt.

Die CDU erreichte in Arnsberg in der Gaststätte Hauswirth in der Oelinghauser Heide mit 54,39 Prozent ihr bestes Zweitstimmen-Ergebnis in der Stadt.

Das beste Pflaster für die SPD war das Wahllokal Grundschule Oeventrop II (45,66%).

107 Arnsberger und 31 Sunderner wählten die die Politik und die Wahl verhöhnende Satire-Partei „Die Partei“.

 
 

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