Neue Pläne für Sunderns Innenstadt

In dem Bereich zwischen Kreisstraße 5, Hauptstraße und der Röhr könnte etwas Neues entstehen, das Sunderns Handel wieder voran bringt und die Fußgängerzone attraktiver macht.
In dem Bereich zwischen Kreisstraße 5, Hauptstraße und der Röhr könnte etwas Neues entstehen, das Sunderns Handel wieder voran bringt und die Fußgängerzone attraktiver macht.
Foto: WP

Sundern..  Visionen gab es schon viele: Ein großes Center auf der Industriefläche Schulte-Ufer, damit fing vor sieben Jahren alles an.

Inzwischen gibt es neue Pläne für die City. Dazu geführt hat eine große Offenheit, erklärte im Ausschuss für Stadtentwicklung am Mittwoch der städtische Beigeordnete Meinolf Kühn: „Wir haben alle an einem Tisch gesessen und geredet, und nicht über jemanden, sondern miteinander.“ Daraus haben sich neue und klare Strukturen für die Sunderner Innenstadt ergeben.

So wird Aldi das Bremkes-Center verlassen, wenn in der Röhre das alte Gebäude abgerissen und ein neues gebaut ist. Und auch die Vertreter der Firma Kaufpark signalisierten, dass sie an einem neuen Standort interessiert sind. Jetzt benötigt man ein Votum der Politik, um die Gespräche weiter ­voran treiben zu können.

Werkstattgespräche mit Lösungen

In den Werkstattgesprächen im Herbst hatten sich die Bürger schon für mehrere Dinge entschieden, unter anderem für den Ausbau der Röhr zum „Grünen Rückgrat Röhr“ – mit Zugängen zum Wasser, Gastronomie und Verbindungen zur Fußgängerzone.

Außerdem bestand Einigkeit, die Sunderland-Kreuzung zum Kreisel umzubauen. Da das Land dies anders sieht, muss eine neue Möglichkeit der Finanzierung gefunden werden, um dort den Verkehr ­flüssig zu machen, den Lärm zu reduzieren und den Fußgängern eine leichte Querung zu ermöglichen. Einigkeit bestand auch darin, dass die Fußgängerzone an Qualität verloren habe.

Uneins waren sich die Bürger in den Werkstattgesprächen über die Richtung der Belebung. Kann man auf eine großflächige Lösung verzichten, um Impusle zu setzen?

Die Frage hat die Geschichte ­beantwortet, so Lars Ohlig: „In den vergangenen 15 Jahren ist nichts passiert, was die kleinteilige Theorie stützen könnte.“ Deshalb setze man auf einen großen Impuls.

Als „klaren Willen“ bezeichnete Ohlig die Möglichkeit, in einem Dreieck zwischen K 5, Hauptstraße und Röhr etwas zu entwickeln. „Dies ist nicht eine Lösung gegen Bremkes, sondern es soll eine Öffnung in Richtung Bremkes geben“, so Kühn. Ortsvorsteher Hans-Jürgen Schauerte lobte die gute Vorarbeit. Jetzt habe man die Chance, dort ein Zugpferd anzusiedeln. ­Dagegen sprach sich Christoph Schulte (WISU) aus: „Der Trend im Einzelhandel geht zu kleinteiligen Geschäften, gefragt ist ein Verkauf im Laden und online.“

Keine Kiste mit Parkplätzen darauf

Für die SPD machte Bernd Schwens deutlich, dass an die Zustimmung seiner Fraktion viele Bedingungen geknüpft sind:

„Wir wollen keine Kiste mit Stellplätzen darauf.“ Berücksichtigt werden müsse eine Möglichkeit, die VHS innenstadtnah unterzubringen – und auch entsprechendes Wohnen: „Der rückwärtige Bereich darf keine Anlieferzone werden.“ Michael Stechele plädierte für etwas „optisch Integriertes und nichts Isoliertes.

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