Neheimer Bahnhof wird erst ab April 2016 umgebaut

Der Bahnhof Neheim-Hüsten und die Kleinbahnstraße, in deren Verlauf (auf der Brachfläche zwischen Fahrbahn und Bahngleisen) die neue Park&Ride-Anlage angelegt werden soll, aus der Luft. Foto:Hans Blossey
Der Bahnhof Neheim-Hüsten und die Kleinbahnstraße, in deren Verlauf (auf der Brachfläche zwischen Fahrbahn und Bahngleisen) die neue Park&Ride-Anlage angelegt werden soll, aus der Luft. Foto:Hans Blossey
Foto: www.blossey.eu
Der Umbau des Bahnhofs Neheim-Hüsten verzögert sich weiter: Baustart soll im zweiten Quartal 2016 sein. Das, so die Bahn AG, stünde schon lange fest.

Neheim.. Verspätungen seien bei der Bahn an der Tagesordnung – behaupten zumindest „böse Zungen“. Offenbar gilt das nicht nur für die Pünktlichkeit von Zügen, sondern auch für den Beginn geplanter Baumaßnahmen.

Jedenfalls verzögert sich der ­behindertengerechte Umbau des Bahnhofs Neheim-Hüsten erneut. Wurde ursprünglich der Zeitraum von April 2015 bis Ende 2016 genannt, teilte die Stadt Arnsberg im Frühjahr 2014 mit, die Deutsche Bahn werde bereits im Herbst 2014 loslegen. Alles falsch!

Stadtplanerin Dr. Bir­gitta Plass teilte zu Beginn dieses Jahres mit, dass die Deutsche Bahn Ende 2015 mit den Arbeiten am Bahnhof Neheim-Hüsten beginnen wolle. Doch nun ist auch diese Information Makulatur.

Kommunikations-Problem?

Laut Bahn AG wohl ein Kommunikations-Problem. Der Blick in die Unterlagen habe ergeben, dass ein Bau-Start im II. Quartal 2016 schon seit zwei Jahren avisiert sei, teilte ein Sprecher der Düsseldorfer Pressestelle des Unternehmens am Mittwoch auf Anfrage mit. Man werde die Bahnkunden rechtzeitig über damit verbundene Einschränkungen, zum Beispiel Absperrungen, informieren, hieß es weiter.

Keine Veränderungen beim Stand der Planung

Im Zuge der „zweiten Modernisierungsoffensive“ der Bahn – kurz „MOF 2“ (Infokasten) – werden die vorhandenen, sehr niedrigen Bahnsteige um 76 Zentimeter ­angehoben. So entstehen barrierefreie Zustiegsmöglichkeiten, von denen in erster Linie behinderte und ältere Menschen profitieren. Der „Mittelbahnsteig“, den Fahrgäste derzeit nach Überqueren von Gleis eins erreichen, hat nach Abschluss der Baumaßnahmen ausgedient, wird zurück gebaut. Statt­dessen entsteht ein neuer, 170 Meter langer Mittelbahnsteig.

Neu entstehen soll nach den ­Plänen der Bahn auch eine Unterführung mit dazu gehöriger Fahrstuhlanlage: Bahnreisende gelangen zukünftig nicht mehr über-, sondern unterirdisch zu den Zügen – komplett unter den Gleisen eins und zwei geht es auf den neuen Bahnsteig.

Park&Ride-Anlage

Die Stadt baut zeitgleich eine zusätzliche Park&Ride-Anlage. Der Kostenumfang beläuft sich auf 7,9 Mio. Euro, davon kommen 5,2 Mio. Euro aus Bundesmitteln, 2,3 Mio. Euro Finanzierung steuert das Land NRW bei, 400 000 Euro fließen aus Eigenmitteln der Bahn.

 
 

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