„Man tanzt, vergisst einfach alles und genießt nur noch“

Arnsberg.  Für Ballettmeister und Tanzlehrer Alexander Zeilinger war der vergangene Sonntag ein ganz besonderer Tag: Er konnte das 10-jährige Jubiläum seines „Ballett- und Tanzinstituts Alexander Zeillinger“ und zugleich das 40. Jubiläum seiner künstlerischen Tätigkeit zelebrieren. Zur Feier des Tages präsentierte er im Sauerland-Theater die unterhaltsame Ballett-, Tanz- und Musikgala „Schall und Rauch“.

In einem Berliner Lokal trafen sich in damaligen Zeiten regelmäßig Künstler wie Musiker und Tänzer zu einem Stammtisch namens „Die Brille“, an dem tänzerische Szenen, literarische Chansons oder parodistische Einakter improvisiert wurden. Ein junger, aufstrebender Regisseur namens Max Reinhardt kam auf die Idee, die so entstandenen Kabinettstücke der Öffentlichkeit zu präsentieren und gründete zu diesem Zweck im Jahre 1901 das Kabarett „Schall und Rauch“.

Alexander Zeilinger, Preisträger beim 12. Weltfestivals in Moskau, inszenierte „Schall und Rauch“ zum Anlass seines Jubiläums ein weiteres Mal und bewies dabei erneut, dass er auch die Auszeichnungen beim „All-Union Wettbewerb der Choreographen“ in Moskau verdient erhalten hat.

„Tauchen Sie mit uns in das Gefühl ein, das die Künstler damals in dem Berliner Lokal hatten.“ Mit diesen Worten leitete Organisatorin Ellen Welke den unterhaltsamen Abend ein. Profis, Laien und Kinder präsentierten die verschiedensten Formen des Balletts in einem abwechslungsreichen Programm mit Live-Musik. Vom französischem Walzer bis hin zum indischen Tanz wurde das Publikum von den verschiedensten Choreographien von Jung und Alt verzaubert.

Salonorchester wieder topp

Egal, ob klassisch oder modern, alle Darsteller überzeugten mit ihrer tänzerischen Leistung, aber auch der tolle Live-Gesang blieb nicht unbemerkt: „Der Gesang während der Tänze hat die Aufführung zu etwas ganz Besonderem gemacht. Und auch das Zusammenspiel von Groß und Klein war total unterhaltsam,“ sagt Zuschauerin Franziska Krämer.

Auch die Tänzer sind nach ihren erfolgreich absolvierten Darbietungen sehr zufrieden: „Vor dem Auftritt bin ich zwar immer sehr aufgeregt, aber wenn man dann endlich auf der Bühne steht und tanzt, vergisst man einfach alles und genießt nur noch,“ erklärt die 15-jährige Nachwuchstänzerin Vanessa Pohlmann. Und das ist auch dem Publikum aufgefallen - und hat gefallen.

Den musikalischen Part übernahm das „Arnsberger Salonorchester“, das unter der Leitung des Dirigenten Hans Dörner aus Oeventrop erneut großes musikalisches Können unter Beweis stellte. Neben bekannten klassischen Kompositionen ließ Komponist, Arrangeur und Dirigent Dörner auch mit eigenen Werken das gesamte Sauerlandtheater mit den schönsten Tönen füllen.

 
 

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