Löhrmann lobt innovatives Lernen

Schulministerin Sylvia Löhrmann (Dritte von rechts) im Franz-Stock-Gymnasium. Lea Schüttelhöfer, Eda Sahinkaya und Bianca Sturzenhecker (von links, alle Klasse 9b) geben der Ministerin Auskunft zum Thema digitales Lernen – gemeinsam mit Schulleiter Dr. Andreas Pallack, Bernhard Rauch (App-Projektentwickler) und Lehrerin Nora Simon (rechts).
Schulministerin Sylvia Löhrmann (Dritte von rechts) im Franz-Stock-Gymnasium. Lea Schüttelhöfer, Eda Sahinkaya und Bianca Sturzenhecker (von links, alle Klasse 9b) geben der Ministerin Auskunft zum Thema digitales Lernen – gemeinsam mit Schulleiter Dr. Andreas Pallack, Bernhard Rauch (App-Projektentwickler) und Lehrerin Nora Simon (rechts).
Foto: Ted Jones/WP

Neheim.  „Whats App“? Am Berliner Platz wohl eher „Whats FSG“: Das Franz-Stock-Gymnasium hat eine „Application“ für Smartphone und PC entwickelt und erprobt, die ­speziell Lehrer und Schüler, also „Lerngemeinschaften“, anspricht.

Angesprochen von dieser in­teressanten Entwicklung fühlt sich offenbar auch Sylvia Löhrmann. Die NRW-Schulministerin besuchte am Freitag das FSG, um sich vor Ort über das „Lernen mit digitalen Medien“ informieren zu lassen. Dabei stand das App-Projekt – neben der Erstellung von Lern­videos und dem Einsatz von QR-Codes – natürlich im Blickpunkt.

QR-Codes für den Unterricht haben Nora Simon (wie berichtet) erst kürzlich einen Lehrer-Innovationspreis beschert – das App-Projekt trägt ebenfalls die Handschrift der 28-jährigen Oeventroperin, am FSG Referendarin mit der Fächerkombination Mathe und Biologie.

Gemeinsam mit Bernhard Rauch – der Diplom-Mathematiker stammt ebenfalls aus Oeventrop und liefert die Technik – sowie Schulleiter Dr. Andreas Pallack erläuterte Nora Simon die Funktionsweise der App. Drei Schülerinnen aus der Stufe 9 kamen bei der „Demo“ ebenfalls zu Wort.

Der Einsatz des „Sepia Messengers“ (so der Name der App) erlaubt „Chatten“ ähnlich wie beim Branchenkrösus „Whats App“, ist aber auf schulische Inhalte fokussiert, was eine Reihe von Vorteilen bringt: Ganz entscheidend ist der Datenschutz nach deutscher Gesetzgebung, der einer Speicherung von Daten im Ausland vorbeugt.

Umfragen, Erstellung diverser Teilnehmergruppen, Empfangseinschränkungen sind weitere Stärken, die von der App als pädagogischer Mehrwert geliefert werden. Derzeit sind etwa 150 der über 1000 FSG’ler involviert, nach Ende der Testphase soll die App im Schuljahr 2016/17 auf einer breiteren Basis getestet werden; an weiterführenden Schulen im ganzen Land. Ende 2017 wird das Projekt zunächst abgeschlossen und evaluiert. Die Ministerin scheint aber jetzt schon überzeugt:

Große Anerkennung ausgesprochen

„Neue Medien ­können den Unterricht bereichern und einen wichtigen Beitrag zur individuellen Förderung ­leisten“, urteilt Sylvia Löhrmann – und warnt: Medien sind in diesem Zusammenhang jedoch kein Selbstzweck, sondern Werkzeuge. Ihr Einsatz muss in ein pädagogisches Konzept eingebettet sein.“ Das Franz-Stock-Gymnasium zeige in vorbildlicher Weise, wie dies umgesetzt werden kann.

 
 

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