Leitfaden will weiter vernetzen

Foto: Ted Jones

Arnsberg.  Vernetzung für die Zukunft: Als eines der Arbeitsergebnisse des Beteiligungsprozesses „Generation Zukunft Arnsberg“ stellten die maßgeblich unterstützende Bürgerstiftung Arnsberg und die Mitglieder des Workshops „Karrieremarketing“ nun einen Leitfaden zur Berufsorientierung in der Stadt vor. Entstanden ist ein Praxishandbuch für Schulen und Arbeitgeber.

Unternehmer und Bürgerstiftungs-Vorstandsmitglied Wilm-Hendric Cronenberg spricht von einem „Leuchtturmprojekt“. In der Gruppe „Karrieremarketing“, in der Netzwerker und Jugendliche gemeinsam arbeiteten, seien Ideen aufgegriffen und weiterentwickelt worden. Jugendliche hatten wissen lassen, dass sie sich uninformiert fühlten über die Karrieremöglichkeiten in ihrer Stadt. „Es ist aber unser Interesse, junge Menschen in der Stadt zu halten und ihnen hier berufliche Perspektiven aufzuzeigen“, so Cronenberg bei der Vorstellung des Leitfadens.

Überblick verschaffen

Schnell bemerkte die Arbeitsgruppe aber auch, dass man sich zunächst einen Überblick verschaffen müsse, welche Berufsorientierungsbausteine der verschiedensten Netzwerker und Partner es bereits gibt. Zusammengefasst wurde das in dem Praxishandbuch, das „best practice“-Beispiele nennt, Kontakte vermittelt und Ansprechpartner aufzeigt. Das Buch dient als Arbeitsbasis für Schulen und Arbeitgeber.

Beteiligt am Entstehen des Leitfadens war auch Lehrer Fritz Michael Timmermann. Er ist zuständig für die Studien- und Berufsorientierung am Arnsberger Gymnasium Laurentianum. „Es ist gut, dass wir diesen Schritt gegangen sind“, sagt er, „das ist jetzt mal kein Papiertiger oder Erlass, sondern etwas an dem wir aktiv mitgearbeitet haben“.

Für Esther von Kuczkowski, Leiterin des Bildungsbüro der Stadt Arnsberg, ist der Leitfaden nur ein Zwischenstand. „Wir müssen das fortschreiben“, sagt sie. Der vorliegende Katalog müsse durch neue und veränderte Angebote gefüllt werden. Auch sie ist vom Entstehungsprozess des Leitfadens und auch der anderen Ideen und Produkte aus dem Projekt „Generation Zukunft Arnsberg“ fasziniert. „Dieses Produkt ist aus einem Bedarf heraus entstanden“, sagt sie. Viele Netzwerker hätten mitgewirkt.Viele - aber noch nicht alle. Der Leitfaden wird aber nun allen Unternehmen, Kammern und Schulen sowie dem Jobcenter und der Arbeitsagentur zugestellt. 1000 Exemplare wurden gedruckt. Zudem ist eine Online-Version über die Internetseite der Stadt Arnsberg herunterzuladen.

Einbringen noch möglich

„Der Prozess bleibt offen“, sagt Esther von Kuczkowski. Bisher nicht beteiligte Firmen könnten sich mit ihren Maßnahmen noch einbringen. Bislang wurden rund 240 Maßnahmen gesammelt.

Projektentwickler Andreas Wolff hat das gesamte Verfahren für „Generation Zukunft Arnsberg“ konzeptioniert und die Umsetzung begleitet. Auch für ihn ist der Leitfaden zunächst einmal die „Basis für weitere Projekte“. Der eigentliche Erfolge dieses Praxishandbuches messe sich nicht nur an der Intensität der Nutzung, sondern vor allem an dem Maß des aktiven Austauschs aller Beteiligten.

Gruppe wird nicht locker lassen

Die Workshopgruppe Karrieremarketing wird nicht locker lassen und hat bereits ein nächstes Produkt in den Startlöchern. Unter dem Titel „Arbeitswelt 4.0“ soll ein neues Beteiligungsprojekt - diesmal noch stärker fokussiert auf das Mitwirken der Jugendlichen - aufgelegt werden.

Hier wird es dann darum gehen, dass die bestehenden Angebote und Maßnahmen zur Berufs-­orientierung zielgenau kommuniziert und auch von den jungen Leuten aktiv mitgestaltet werden können.

 
 

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