Kunstverein Arnsberg erhält „ADKV-Art Cologne Preis"

Ausstellung Raul Walch beim Kunstverein Arnsberg, dem Art-Cologne-Preisträger 2016.
Ausstellung Raul Walch beim Kunstverein Arnsberg, dem Art-Cologne-Preisträger 2016.
Foto: Ted Jones/WP
  • Kunstverein Arnsberg bekommt Art-Cologne-Preis
  • 18 Kunstvereine waren nominiert
  • Das Preisgeld beträgt 8000 Euro
  • Kunstverein Arnsberg bekommt Art-Cologne-Preis
  • 18 Kunstvereine waren nominiert
  • Das Preisgeld beträgt 8000 Euro

Arnsberg.. Große Auszeichnung für einen relativ kleinen Verein: Der Kunstverein Arnsberg erhält den diesjährigen „ADKV-Art Cologne Preis für Kunstvereine“ verliehen.

Damit reihen sich die Kunstfreunde aus dem westlichen Sauerland in eine illustre Runde überwiegend großstädtisch geprägter Preisträger ein. 18 Kunstvereine waren für den Preis 2016 nominiert. Eine unabhängige Jury kürte den Kunstverein Arnsberg – gemeinsam mit dem „Kunstverein Harburger Bahnhof“ – zu den diesjährigen Gewinnern.

Verbunden ist die Auszeichnung mit 8000 Euro Preisgeld, das zwischen Arnsbergern und Hamburgern geteilt wird. Deutlich schwerer als diese ­finanzielle Zuwendung wiegt aber das mit dieser Auszeichnung verbundene Prestige in der Szene.

Großer Stolz vor Ort

Entsprechend stolz sind die Verantwortlichen vor Ort: „Die Mitglieder des Kunstvereins freuen sich über die Auszeichnung mit dem ADKV-Art Cologne Preis, da hier nicht ein großer Kunstverein aus einer Metropole, sondern ein durch ehrenamtliches Engagement getragener Kunstverein in unserer Region unter fast 400 Kunstvereinen in Deutschland ausgezeichnet wird“, sagt KV-Mitglied Dr. Andrea Piorreck-Teiser. Dies gebe Mut, auf diesem Weg weiter zu gehen und neugierig zu forschen, was an Unbekanntem und zu Entdeckendem zu finden ist; denn: „Provinz ist nicht Region, sondern entsteht im Kopf“, so Dr. Piorreck-Teiser stellvertretend für alle Arnsberger Kunstfreunde des Vereins.

Letzteres betont auch die vom ADKV bemühte Jury: Sie möchte mit ihrer Entscheidung auf das breite Spektrum aufmerksam machen, innerhalb dessen auch kleinere Kunstvereine kuratorisch und inhaltlich auf höchstem Niveau agieren. Gelobt wird ausdrücklich die räumliche Inszenierung: Kunst werde sowohl im Kunstverein selbst als auch durch Bespielung eines weiteren Gebäudes, des Lichthauses, sowie während Interventionen im Stadtraum lebendig.

„Jenseits der Metropolen vermag der erst 1987 gegründete Kunstverein Arnsberg deutlich sowie überregional zu wirken und eine Vielzahl junger Mitglieder zu binden“, lautet das Fazit der Jury, „für einen Verein dieser Größenordnung keinesfalls selbstverständlich“.

Kunst soll kein Selbstzweck sein

„Kunst soll nicht im gläsernen Tempel, sondern für Menschen, die sich für sie interessieren, stattfinden. So bezieht der Kunstverein immer wieder vor allem junge Menschen und Schüler in seine Aktivitäten und Arbeit ein“, schildert Andrea Piorreck-Teiser die Intention des Vereins – und bekräftigt die Einschätzung der Juroren.

 
 

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