Krankenhaus-Fusion hat Segen aus Paderborn

Das Karolinen-Hospital in Arnsberg-Hüsten aus der Luft. Archiv-Foto: Luftbildkontor Fischer
Das Karolinen-Hospital in Arnsberg-Hüsten aus der Luft. Archiv-Foto: Luftbildkontor Fischer
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Arnsberg.. Die letzten formalen Zweifel sind ausgeräumt. Das Erzbischöfliche Generalvikariat in Paderborn hat die Zu­stimmung zur Fusion des St. Johannes-, Marien- und Karolinenhospitals zum Klinikum in Aussicht gestellt.

„Jetzt steht der gemein­samen Zukunft nichts mehr im Wege“, sagte der designierte Aufsichtsratsvorsitzende Hubert Cloer am Donnerstag.

Die endgültige Zustimmung der kirchlichen Stiftungsaufsicht ist nun nur noch Formsache - zur endgültigen Genehmigung der Fusion fehlen noch die Bestätigung der Gemeinnützigkeit der künftigen GmbH durch das Finanzamt und das „Ja“ der kartellrechtlichen Behörden. Zügig soll dann der Gesellschaftervertrag unterzeichnet werden und die Eintragung in das Handelsregister erfolgen.

1500 Mitarbeiter

Zum Ende des Jahres, so der künftige Hauptgeschäftsführer Werner Kemper gestern, sollen die Strukturen des neuen gemeinsamen Hauses mit 732 Betten, 1500 Mitarbeitern und 90 Millionen Euro Umsatz stehen. Die Verwaltung soll schon bis zum Ende des kommenden Monats in die neue Zentrale in der Neheimer Goethestraße einziehen.

In einem nächsten Schritt seien die Leistungsportfolios der einzelnen Häuser zu analysieren, um die Schwerpunkte jedes einzelnen Standortes zu definieren. Dieser Prozess, so Kemper, laufe derzeit. „Wir haben hier für jedes Haus quasi eine eigene Autobahn­abfahrt“, sagt Volker Koch, ebenfalls künftig einer der beiden Geschäftsführer, „da werden wir uns gründlich überlegen, wo wir was anbieten und doppelt vorhalten müssen.“

In den Umstrukturierungsprozess seien die Mitarbeitervertretungen eingebunden. Diese arbeiten bis 2013 noch in ihren bestehenden Konstellationen, werden dann neu für das ganze Klinikum gewählt. Volker Koch sieht das Haus gut aufgestellt, wenn es um die Gewinnung neuer Fachkräfte geht. „In dieser Größe erhalten wir die Ausbildungsermächtigung“, so Koch. Das sei im Rennen um Köpfe ein Wettbewerbsvorteil. Kemper kündigte die baldige Vorstellung neuer Chefärzte an.

Fest steht schon, wie die Gremien des Klinikums künftig besetzt sein sollen. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft und die Kuratorien der Förderstiftungen Karoline sowie St. Johannes und Maria - hier wurde das Marienkrankenhaus zugestiftet - werden personalidentisch besetzt sein. Mitglieder sind Freiherr von Fürstenberg, Dietmar Röttger, Franz-Josef Schröder, Reinhold Kerkhoff, Hans-Josef Vogel, Hubert ­Cloer und Norbert Runde.

Im Aufsichtsrat kommen die Geschäftsführer Werner Kemper und Volker Koch sowie Mitarbeitervertreter hinzu.

Als Prokurist fungiert André Kampmann. Der kaufmännische Leiter des Marienhospitals, Walter Scheiwe, ist seit 30. April im Ruhestand.

 
 

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