Konstruktive Atmosphäre herrscht am „Runden Tisch“

Torsten Koch
Der Steinbruch Habbel.
Der Steinbruch Habbel.
Foto: www.blossey.eu
Eine ganze Reihe von Beschwerden – den derzeit bestehenden Betrieb im Steinbruch Habbel nahe Müschede be­treffend – wurde am Donnerstagvormittag erörtert.

Müschede/Hochsauerlandkreis.  Vertreter des Hochsauerlandkreises, der Stadt Arnsberg, des Steinbruch-Unternehmens Ebel und der Bürgerinitiative „KOHA IV“ haben sich am Donnerstagvormittag etwa zweieinhalb Stunden lang ausgetauscht.

Dabei wurde eine ganze Reihe von Beschwerden – den derzeit bestehenden Betrieb im Steinbruch Habbel nahe Müschede be­treffend – erörtert. Heinz Nieder bewertet diesen „Runden Tisch“, der auf seine Anregung hin zustande gekommen ist, positiv: „Es herrschte eine konstruktive Atmosphäre, meine Erwartungen wurden erfüllt“, so der Sachgebietsleiter Immissionsschutz bei der Kreisverwaltung. Wie berichtet, prüft diese Behörde derzeit die von der Firma Ebel beantragte Genehmigung der Abbauphase IV im Steinbruch Habbel.

Die Idee „Runder Tisch“ entstand während des Erörterungstermins zum Genehmigungsverfahren im Juni dieses Jahres. „Phase IV“ war gestern jedoch ausgeklammert, hier hält sich der Kreis an formelle Verfahrensvorgaben, wann eine Entscheidung fällt, sei noch immer völlig offen.

Abgearbeitet wurden im Arnsberger Kreishaus Beschwerden der Müscheder zu den Themen Lärm/Erschütterung, Staubentwicklung und Grundwasser; Ergebnis:

Dauer-Lärmmessung am Limbergring

Zur Lärmmessung ist seit Monatsbeginn und für mehrere Wochen eine Dauer-Messstation der Bezirksregierung am Limbergring installiert, bei Sprengungen im Steinbruch sollen kurzfristig und mit der BR abgestimmt zusätzliche Messungen erfolgen.

Um in Müschede Feinstaub-Messungen durchführen zu können, hat die Stadt Arnsberg beim Land NRW die Aufstellung einer Limes-Messstation beantragt, die das LANUV aber erst 2017 bereitstellen kann.

Zum Thema Grundwasser wurde der Firma Ebel die Auflage gemacht, den Pumpensumpf im Steinbruch Habbel bis Ende 2016 zu verfüllen. Das Thema „Nachtbetrieb“ wurde nicht angesprochen.