Kommunikation und Kreativität

## Foto. Ted Jones ## Förderverein Bürgergarten Twiete Uwe Schmidtke, Christine Becker Bernward Wilhelmie Sven Meissner
## Foto. Ted Jones ## Förderverein Bürgergarten Twiete Uwe Schmidtke, Christine Becker Bernward Wilhelmie Sven Meissner
Foto: WP

Arnsberg.  Ein neuer Verein und viele neue Ideen, um dem Ortsteil zu mehr Attraktivität zu verhelfen: Beherzte Arnsbergerinnen und Arnsberger haben im Juli den „Förderverein Bürgergärten e.V.“ gegründet. Ziel ist die Förderung der Kultur in den klassizistischen Bürgergärten in der Twiete. Unter Mitnahme der Bevölkerung.

„Schließlich wäre es schade“, sagt 2. Vorsitzender Sven Meißner, „wenn diese Gartenanlage, in die die Stadt viel Geld investiert hat, wieder aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit verschwinden würde.“ Denn der Park im Zentrum biete einfach zu viele Möglichkeiten, den Ortsteil voranzubringen.

Gedanken, die im Rahmen der Eröffnung der klassizistischen Gärten noch einige andere Bürger hegten und sich spontan zur Vereinsgründung entschlossen, so Vorsitzender Uwe Schmidtke. „Weil wir in verschiedenen Gesprächen erkannt hatten, dass so recht keine konkreten Überlegungen für eine zukunftsorientierte Nutzung dieser Anlage vorhanden waren.“

Jeder soll teilhaben

Und in diese Lücke springt nun der neue Förderverein mit Vehemenz hinein. Oberste Prämisse dabei: die Bürgergärten für die Bürger. Oder in anderen Worten: Geschlossene Veranstaltungen sind hier nicht erwünscht. Jeder, der will, soll teilhaben können.

Über Sinn und Inhalt des Vereins, so Sven Meißner, habe man im Vorfeld lange nachgedacht. Bis das Konzept stand: „Kultur schaffen für jeden Bürger.“ Das aber nicht etwa in Form von Bildender Kunst, „sondern auch Gärten und Veranstaltungen sind ein Teil unserer Kultur, die es zu fördern gilt“, sagt Bernward Wilhelmi als Mitglied des „Kulturellen Beirats“.

Dieses soll insbesondere realisiert werden durch u.a.:

- kulturelle Nutzung von Gartenhäusern und Parklandschaft durch z.B. Konzerte, Ausstellungen oder offene Picknicks;

- das Schaffen eines städtischen Treffpunkts;

- Entwicklung eines Raums für Kulturschaffende und für die kreative Förderung von Kindern und Jugendlichen;

- die Bildung eines Forums für nicht organisierte Künstler und Kulturschaffende und

- die Einbeziehung der Anlage in bereits bestehende kulturelle Veranstaltungen.

Dabei will der Verein jedoch nicht etwa allein die Richtung bzw. die Art und Form der Veranstaltungen vorgeben, sondern setzt hier auf die Mitarbeit aller interessierten Bürger. Sven Meißner: „Natürlich geben wir zunächst mit von uns konzipierten Veranstaltungen einen Anschub, damit die Sache ans Laufen kommt und sich die Bürgergärten in den Köpfen einprägen. Doch dann hoffen wir auf Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung, die so hier selbst kreativ und bürgerschaftlich aktiv werden kann.“ Und die Sache so um Selbstläufer wird.

Ideen ausdrücklich willkommen

Davon ausgenommen allerdings sind politische Veranstaltungen, macht Vorsitzender Schmidtke deutlich. Alle anderen Ideen aber würden sorgfältig auf ihre Machbarkeit geprüft und gemeinsam unter Mitwirkung der Ideengeber und anderer Interessierter umgesetzt. „Wir wollen so den Bürgern das Gefühl geben, dass sie hier etwas schaffen und so am kulturellen Leben teilhaben können.“ Was dem Namen Bürgergärten gerecht werde und die Belebung des Parks auf eine breite, gesunde Basis stelle.

Eigens dafür hat sich der Förderverein eine „eigenwillige“ Konstruktion verordnet: Neben dem normalen geschäftsführenden Vorstand wurde ein Kultureller Beirat eingesetzt, praktisch als ausführendes Organ und Ideenschmiede. Hier werden auch die Veranstaltungsvorschläge aus der Bevölkerung geprüft und auf die „Reise geschickt“.

„Wunderschönes Potenzial“

Interessant dabei: Der dreiköpfige Kulturelle Beirat - derzeit mit Bernward Wilhelmi, Uwe Pütz und Ralf Herbrich besetzt - amtiert jeweils nur für ein Jahr und darf erst nach Ablauf von zwei weiteren Jahren erneut kandidieren. „So wollen wir verhindern, dass alles immer nur in den gleichen Bahnen verläuft, und erreichen, dass immer wieder neue Ideen entwickelt werden“, erläutert Vorsitzender Uwe Schmidtke, der gemeinsam mit Sven Meißner und Geschäftsführerin Christine Becker den geschäftsführenden Vorstand bildet.

Die Vereinsziele, ist der Unterhüstener Bernward Wilhelmi überzeugt, würden die Umsetzung lohnen. „Denn durch die noch folgende Anbindung der Bürgergärten an die Ruhr besitzen wir hier ein wunderschönes Potenzial, von dem selbst Arnsbergs Gute Stube profitieren kann.“

 
 

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