Keine Zeit für eine Pause

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Arnsberg. 365 Tage im Jahr Kunstsommer? Für Ulrike Stratmann vom Kulturbüro ist dies keine Fiktion sondern Realität. Sie ist für die Organisation der Workshops zuständig – und plant schon jetzt das Programm der Kunstsommer-Auflage 2011.

„Der Kunstsommer ist nie zu Ende“, sagt Kulturbüro-Leiter Peter Kleine. Und Ulrike Stratmann nickt zustimmend. Gerade sie muss es wissen. Sie organisiert die Workshops und spricht bereits jetzt mit Dozenten über Kurse des nächsten Jahres. Ein Einblick in die Organisation der Großveranstaltung.

„Ich habe gerade mit einem Dozenten über ein Zimmer für das nächste Jahr geredet“, erzählt Ulrike Stratmann in ihrem Büro. Es ist Mittwoch, 25. August, und der Kunstsommer befindet sich in seiner Halbzeit. Und da macht man sich als Organisatorin bereits Gedanken für das nächste Jahr? „Das Grundgerüst für 2011 werden wir in den nächsten Wochen schon stehen haben“, schildert Peter Kleine. Denn wann gibt es schon alle Dozenten an einem Ort gebündelt zusammen, wenn nicht beim laufenden Kunstsommer? Also wird zwischen Workshop und Pause, zwischen Abendveranstaltung und Ausstellung fleißig resümiert, verhandelt und geplant. Komme ich im nächsten Jahr wieder? Wie ist es diesmal gelaufen? Lohnt es sich, da weiter anzuknüpfen? Oder wäre ein anderer Schwerpunkt wünschenswerter?

Genaues Auge auf Fähigkeiten

Lediglich die Experimente und neuen Ideen, die man sich für die 15. Kunstsommer-Auflage vorstellen könnte, werden später ins Programm mit eingefügt. „Die Dinge stehen dann zumeist im Herbst bis Frühjahr fest“, so Ulrike Stratmann. Poetry Slam, Körperkunst und Garten sind zum Beispiel Themen, die sich die Organisatoren für neue Workshops vorstellen könnten.

Da gilt es bei der Auswahl der Dozenten aber auch, ein genaues Auge auf die Fähigkeiten des Künstlers zu haben. „Wir versuchen immer Dozenten zu finden, die in irgendeiner Form eine akademische Ausbildung haben“, so Kleine. „Neben der künstlerischen Qualifikation kommt es ja auch auf eine gute Vermittlung an“, sagt er weiter. Kollegin Stratmann fügt hinzu: „Dozenten müssen lehren können, denn in der Workshops soll nicht nur gelernt, sondern auch erlebt werden. Der Kurs muss Spaß und Freude machen.“

Unwägbarkeiten gibt es immer

Improvisation ist ein weiteres Stichwort, das zum Alltag in der Organisation des Kunstsommers gehört. Denn eine Planung kann noch so gut sein - irgendwelche Unwägbarkeiten gibt es immer. Ob die Musikanlage beim Cajón-Workshop den Geist aufgibt, ein Dozent mehre Räume als eigentlich vorgesehen benötigt oder der Schul-Hausmeister trotz Urlaub in den frühen Morgenstunden die Tür aufschließen muss. „Man muss die Kontakte pflegen, um Dinge über den kurzen Dienstweg regeln zu können“, schildert Organisations-Profi Ulrike Stratmann und resümiert: „Nur so funktioniert das. Wenn nicht so viele Leute mitarbeiten würden, könnte es den Kunstsommer gar nicht geben.“

 
 

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