Keine Erklärung für Verkehrsinfarkt

Verkehrsinfarkt, Dienstag um 8.28 Uhr, in Neheim
Verkehrsinfarkt, Dienstag um 8.28 Uhr, in Neheim
Foto: WP
Noch immer kehrt keine entspannte Routine auf den Umleitungen rund um die wegen Sanierungsarbeiten halbseitig gesperrten B7-Brücke über die Ruhr in Neheim ein. Ein neuerlicher Verkehrsinfarkt verärgert die Autofahrer.

Neheim..  Alles erklären kann sich auch der Verkehrsplaner und Straßenbaufachmann nicht. „Ich hatte eigentlich gedacht, die Situation hätte sich inzwischen entspannt“, sagt Geschäftsbereichsleiter Wolfgang Schomberg von den Arnsberger Stadtwerken. Gestern morgen musste aber auch er über einen unerwartet starken Verkehrsinfarkt auf der Umleitungsstrecke für die einseitig gesperrte B7 staunen.

Der Stau am Morgen erstreckte von der Einmündung hinter der kleinen Ohlbrücke die ganze Mendener Straße hinunter bis zur Kreuzung vor dem City-Tunnel. Auf der B 7 erstreckte sich der Stau von Bachum dann über die ganze Bergkuppe Richtung Neheim, weiter auf der B7-Brücke bis zur Kreuzung Werler Straße/B7 (Höhe Aral-Tankstelle).

Schon auf Bergheim Stillstand

Die Bergheimer Autofahrer, die vom Bergheimer Weg Richtung Neheim-Innenstadt fahren wollten, standen schon in Höhe der Sparkasse auf Bergheim (Ecke Bergheimer Weg / Am Knapp) im Stau bis zur B7-Brücke.

Wolfgang Schomberg hatte sich am Vormittag direkt vor Ort bei der Bauleitung darüber informiert, ob es irgendwelche besonderen Umstände gegeben hätte, die zu den großen Rückstaus geführt hätten. Eine Erklärung bekam er nicht, so dass er zugeben muss: „Ich weiß nicht, woran es gelegen hat!“

Inzwischen zeigen sich viele Bergheimer und Neheimer stocksauer. Sie fragen sich, warum die kleine städtische Ohlbrücke nicht wieder für Pkw in beide Fahrtrichtungen (also auch Richtung Neheim-Innenstadt) frei gegeben werden könne. Hierfür sieht Wolfgang Schomberg keinen Spielraum. Grund: Lkw in Richtung Gewerbegebiet im Ohl müssten über die Ohl-Brücke fahren. Daher sei ein generelles Lkw-Verbot bei der Umleitungsregel für die Brücke nicht machbar. Für einen sicheren Begegnungsverkehr von Lkw mit entgegenkommenden Pkw sei die nur fünf Meter breite Brücke aber nicht geeignet. „Das würde neue Probleme bringen“, so Schomberg.

Viele Stellschrauben, an denen zur Optimierung der Umleitungsregel zu drehen wäre, gibt es nicht. Das Problem wird also während der bis Ende Oktober angesetzten ersten Bauphase bleiben bzw. immer wieder auftreten können. „Die Arbeiten sind aber gut in der Spur“, stellt Wolfgang Schomberg fest. Auch am Wochenende wurde gearbeitet.

Im Frühjahr zweite Bauphase

Mit der Bauleitung sei fest abgesprochen, dass auf jeden Fall jetzt nur eine Fahrbahnseite der B7-Brücke saniert wird. Sollten die Arbeiten etwas früher als geplant beendet sein, werde die Brücke auch sofort wieder komplett für den Verkehr freigegeben. Dann aber auch nur bis zum Frühjahr und dem Beginn der zweiten Bauphase.

EURE FAVORITEN