Kampf um die Ressourcen

Arnsberg..  Die Ergebnisse der Experten- und Elternbeteiligung im Vorfeld des Bildungsberichts zeigten auf, dass gelingende Inklusion eine gute räumliche und personelle Ressourcenausstattung benö­tigt (wir berichteten). Hier wurden große und differenzierte Verbesserungs- und Stärkungsbedarfe gesehen, obwohl – auch das wird wahrgenommen – die Ressourcenausstattung für Inklusion in bestimmten Bereichen bereits stark ist.

Stadt als Fürsprecher der Schulen

Das soll sich alles verbessern: Die Schulen der Stadt sollen räumlich so ausgestattet werden, dass Methoden des Neuen Lernens zur individuellen Förderung einer heterogenen Schülerschaft möglich sind. „Die Schulen sollen durch die Stadt Arnsberg einen starken Fürsprecher finden, der sich schulformübergreifend bei den übergeordneten Stellen für eine ausreichende personelle Ausstattung einsetzt“, so der „Blick in die Zukunft“.

Für das Gelingen von Inklusion wesentlich ist daneben die Ausstattung mit gut qualifiziertem Lehrpersonal, für das nicht die Stadt, sondern das Land zuständig ist. „An dieser Stelle muss sich die Stadt im Namen der Schulen für eine angemessene Ausstattung mit Förderschullehrern einbringen, kleinere Klassen befürworten und sich in der mit Schulträgern und Schulaufsichten besetzten Regionalkonferenz für eine maßvolle Verteilung der Inklusionsschüler einsetzen“, so die Handlungsempfehlung im Bildungsbericht.

Eine Forderung: Hochprofessionelle Förderschulen sollten erst dann endgültig aufgegeben werden, wenn der Kompetenzaufbau in den allgemeinen Schulen systematisch gesichert ist. Lehrer aus allgemeinbildenden Schulen sollen durch Fortbildungen und durch den Aufbau „multiprofessioneller Teams“ unterstützt werden.

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